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Bildung, Kultur, Medien Ecuador

Artikel

Stand: März 2018

Bildung

In der 2008 in Kraft getretenen Verfassung ist eine kostenfreie öffentliche Ausbildung von der Grundschule bis zum Hochschulstudium verankert. Die ecuadorianische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Berufsbildung auszubauen. 
Im März 2014 wurden vier neue staatliche Hochschulen gegründet, darunter die „Wissensstadt“ Yachay bei Ibarra und die Kunsthochschule „UniArtes“ in Guayaquil.
Ecuadorianische Behörden geben an, dass Ecuador vom Analphabetismus befreit sei; internationale Organisationen nennen eine Quote von 7-10%, Tendenz sinkend. Die am stärksten von Analphabetismus betroffene Gruppe sind indigene Mädchen in ländlichen Gebieten.

Kultur

Das Kulturministerium bemüht sich, für die Bevölkerung kostenfreie kulturelle Veranstaltungen anzubieten und auf diesem Wege eine eigenständige kulturelle Identität Ecuadors zu fördern. Ende 2016 wurde ein umfassendes Kulturgesetz verabschiedet, das Aufbau und Arbeit der ecuadorianischen Kultureinrichtungen neu ordnet. Es bestehen einige bedeutsame private Initiativen. Eine Künstlerakademie oder eine aktive Schriftstellervereinigung gibt es nicht.
Das Kulturangebot anderer Staaten, insbesondere auch Deutschlands, stößt auf breites Interesse und bildet in den großen Städten eine wichtige Ergänzung des Kulturprogramms.
Bereits 1978 wurde die Altstadt von Quito als erste UNESCO-Welterbestätte überhaupt registriert. Im November 1999 kam Cuenca hinzu.
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Medien

Die ecuadorianische Verfassung von 2008 garantiert zwar formal die Meinungsfreiheit, jedoch wurde 2015 durch eine Verfassungsänderung die Kommunikation als eine „öffentliche Dienstleistung“ definiert. Ferner ist die Pressefreiheit durch das Mediengesetz vom Juni 2013 auf vielfältige Weise eingeschränkt und der Überwachung durch eine Behörde (Superintendent) unterstellt, die von der Exekutive dominiert wird. Die nach den letzten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Mai 2017 neu gebildete Regierung sieht davon ab, die gesetzlich nach wie vorgegebenen Möglichkeiten für Eingriffe in die Pressefreiheit auszunutzen und strebt mittelfristig Reformen an.
In den Städten Quito und Guayaquil kann man über das private Kabelfernsehen, sonst in fast allen Landesteilen über Satellitenantenne, eine Vielzahl - auch ausländischer - Sender empfangen, darunter die Deutsche Welle.
Auf dem Land ist das wichtigste Informations- und Kommunikationsmittel (mit etwa 700 lokalen Sendern) das Radio.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.



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