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China: Partner, Wettbewerber, schwieriges Gegenüber China

Straßenszene in Shanghai

Straßenszene in Shanghai, © Auswärtiges Amt

12.07.2019 - Artikel

 Im Rahmen seiner Reise nach Peking und Shanghai führt Staatsminister Annen Gespräche über Handelspolitik, Rüstungskontrolle und Klimawandel. Bei allen großen internationalen Herausforderungen führt an China kein Weg vorbei.

Chinas Gewicht in der Welt verändert sich. Als mittlerweile zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt gewinnt das Land auch international immer stärker an Gewicht. Fortschritte bei großen internationalen Herausforderungen wie dem Iran-Konflikt, der Rüstungskontrolle oder bei Maßnahmen gegen den Klimawandel werden ohne China daher nicht möglich sein. Auch hat China als führende Exportnation Interesse an einem regelbasierten und verlässlichen Welthandelssystem und sucht den Austausch mit Europa, um zusammen Wege aus den aktuellen Handelskonflikten zu finden.

Gesprächspartner in Zeiten globaler Unsicherheit

Zum Austausch über dieses breite Spektrum an Themen reiste in dieser Woche Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt, nach China. Im Mittelpunkt seiner politischen Gespräche in Peking stand dabei ein Treffen mit dem 1. Stellvertretenden Außenminister Chinas Le Yucheng  und dem stellvertretenden Leiter der Internationalen Abteilung der Kommunistischen Partei Chinas (KP) Guo Yezhou. Neben aktuellen Fragen der internationalen Politik und des globalen Handels war die Menschenrechtssituation in der chinesischen Provinz Xinjiang ein zentrales Thema.

Staatsminister Annen sagte:

China ist für uns gleichzeitig ein unverzichtbarer Partner, ein Wettbewerber und in manchen Bereichen eben auch ein schwieriges Gegenüber. Vor allem wird China für uns in Zeiten globaler Unsicherheit und einer Weltordnung, die unter Druck geraten ist, ein immer wichtigerer Gesprächspartner zu allen internationalen und globalen Themen.

Staatsminister Annen lobte den intensiven und vertrauensvollen Charakter der Gespräche und rief die chinesische Seite auf, Schritte zur Stärkung des internationalen Handelssystems zu unternehmen. Konkret forderte Annen China dazu auf, die Versprechungen zur Unterstützung einer Reform der Welthandelsorganisation (WTO) jetzt auch rasch mit Taten zu unterlegen.

Staatsminister Annen führt Gespräche in Shanghai
Staatsminister Annen führt Gespräche in Shanghai© Auswärtiges Amt

Vertiefung der deutsch-chinesischen Beziehungen in Wirtschaft und Wissenschaft

Am Donnerstag (11.07.) reiste Staatsminister Annen in die Handelsmetropole Shanghai weiter. Neben einem Treffen mit deutschen und chinesischen Wirtschaftsvertretern stand auch ein Besuch der Shanghai International Studies University (SISU) auf dem Programm, bei dem der Staatsminister Gespräche über eine mögliche Vertiefung der deutsch-chinesischen Wissenschaftsbeziehungen führte. Die SISU gilt als eine der führenden Hochschulen Chinas im Hinblick auf Fremdsprachenausbildung und Internationalisierung.

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