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Deutschland und China: Für ein faires Miteinander in Wirtschaft und Politik China

24.11.2016 - Artikel

Auf den Austausch von Waren muss der Austausch der Menschen folgen: Bei der Konferenz „China meets Europe„ in der Handelskammer Hamburg hat Außenminister Steinmeier seine Sicht auf die deutsch-chinesische Zukunft erklärt. Anschließend tauschte er sich mit der stellvertretenden chinesischen Ministerpräsidentin Liu Yandong aus.

Außenminister Steinmeier mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Liu Yandong und chinesischen Austauschstudenten
Außenminister Steinmeier mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Liu Yandong und chinesischen Austauschstudenten© Photothek.net

13.000 Kilometer liegen zwischen Hamburg und Shanghai. Und doch sind die beiden Hafenstädte aufs Engste verbunden: Jeder dritte Container, den die Kräne im Hamburger Hafen von Schiffen aus Festland hieven, kommt aus China. Jeder 5. Airbus, den Hamburger Techniker montieren, fliegt nach der Fertigstellung nach China. In den letzten zwölf Monaten gab es so viele hochrangige politische Besuche wie noch nie in der deutsch-chinesischen Geschichte.

Für Außenminister Steinmeier ist klar: Zwei Länder die so eng miteinander verwoben sind und weltweit so großen wirtschaftlichen Einfluss ausüben, tragen auch ein besondere Verantwortung: „Unter der Bedingung der Unsicherheit, der Umbrüche müssen wir versuchen, das größtmögliche Maß an Verlässlichkeit herzustellen“, so Steinmeier.

Wirtschaftskraft schafft Verantwortung

Außenminister Steinmeier auf der Konferenz „China meets Europe“
Außenminister Steinmeier auf der Konferenz „China meets Europe“© Photothek.net

Für Deutschland ist der Weg dahin klar. Eine regelbasierte internationale Ordnung und den Vorrang des Völkerrechts zu stärken, ist ein zentrales Ziel der deutschen Außenpolitik. Für große Handelsnationen wie Deutschland und China müsse ein regelbasiertes Miteinander immer ein ureigenes Interesse sein, ist sich Steinmeier sicher. Denn Verlässlichkeit und Stabilität, die für den Welthandel unabdingbar sind, könne es nur mit Regeln geben, die von allen anerkannt werden, so der Außenminister. Dabei ziehen Deutschland und China in letzter Zeit immer öfter an einem Strang. In den Verhandlungen für das Atomabkommen für den Iran arbeiteten beide Länder in der E3+3-Verhandlungsgruppe eng zusammen.

Stabilität durch faire Regeln

Steinmeier mit der stellvertretenden chinesischen Ministerpräsidentin Liu Yandong
Steinmeier mit der stellvertretenden chinesischen Ministerpräsidentin Liu Yandong© Photothek.net

In der Handelspolitik forderte Steinmeier einen offenen Dialog. „Chinesische Investitionen werden uns weiter sehr willkommen sein. Aber Investitionen dürfen nie eine Einbahnstraße sein“, so Steinmeier. Der freie Zugang zu den Märkten im jeweils anderen Land müsse für deutsche und chinesische Unternehmen sichergestellt sein. Der Außenminister wünscht sich außerdem vor allem, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern noch intensiver in Bereiche jenseits von Politik und Wirtschaft ausgebaut wird. „Wir sollten es schaffen, neben den Austausch der Waren und Dienstleistungen auch sichtbar den Austausch der Ideen, der Geschichten, der Erfahrungen – kurz: der Menschen treten zu lassen“, so Steinmeier.

Austausch bedeutet mehr als Handel

Steinmeier und Liu Yandong mit chinesischen Austauschstudenten
Steinmeier und Liu Yandong mit chinesischen Austauschstudenten© Photothek.net

Nach einem intensiven Gespräch über die bilateralen Beziehungen konnten sich Steinmeier und die stellvertretende chinesische Ministerpräsidentin Liu Yandong aus erster Hand davon überzeugen, wieviel Potential in der Begegnung von Deutschen und Chinesen steckt. An der Universität Hamburg besuchten sie die Abschlussveranstaltung zum Deutsch-Chinesischen Jahr für den Schüler- und Jugendaustausch.

Die Neugier und Euphorie der jungen Menschen aus beiden Ländern machten Steinmeier und Liu Yandong klar: die Zukunft von Deutschland und China wird eng miteinander verknüpft sein.

Zum Weiterlesen:

Rede von Außenminister Steinmeier beim „Hamburg Summit: China meets Europe

Grußwort von Außenminister Steinmeier zur Abschlussveranstaltung zum deutsch-chinesischen Schüler- und Jugendaustauschjahr

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