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Deutschland und Chile stehen für den Freihandel   Chile

BM Maas trifft chilenischen Aussenminister

Heiko Maas trifft chilenischen Außenminister, © Inga Kjer/photothek.net

18.07.2018 - Artikel

Außenminister Maas betont beim Besuch seines chilenischen Amtskollegen Ampuero in Berlin die Gemeinsamkeiten in Handels- und Energiefragen und lobt Chiles Rolle in der Region.

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz hob Maas das Potential für eine vertiefte Zusammenarbeit hervor:  „Chile ist ein Stabilitätsanker in Lateinamerika.“ In vielen Bereichen, wie in der Handelspolitik, gebe es breite Übereinstimmung.

„Chile wie Deutschland sind stark außenhandelsorientiert. Unsere Länder stehen ganz besonders für den Freihandel. In Zeiten, in denen viel über Protektionismus geredet wird, kann man in diesem Bereich zeigen, wie es richtig gehen sollte.“

Deshalb arbeite man daran, das bestehende Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Chile zu modernisieren.  

Energiewende und duale Berufsbildung

Heiko Maas empfängt seinen Amtskollegen Roberto Ampuero in Berlin
Heiko Maas empfängt seinen Amtskollegen Roberto Ampuero in Berlin© Inga Kjer/photothek.net

Beim Thema Energiewende hat sich Chile sich „sehr ambitionierte Ziele bei der Förderung regenerativer Energien gesetzt. Das hat uns sehr beeindruckt“, so Maas.  Die in Deutschland beim Thema Energiewende gesammelten Erfahrungen könnten laut dem Außenminister für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Chile künftig von ganz besonderer Bedeutung sein.  

In der dualen Berufsbildung arbeitet Deutschland mit Chile eng und intensiv zusammen - sowohl über bilaterale Kooperationsvereinbarungen, als auch im Rahmen der Pazifik-Allianz. „Die duale Berufsbildung ist ein Erfolgsmodell“, sagte Heiko Maas. „Deshalb  wollen wir beide unsere Kooperation hier schnell ausbauen.“

Colonia Dignidad

Bezüglich der Colonia Dignidad betonte der deutsche Außenminister die Einigkeit mit seinem chilenischen Amtskollegen, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit entschlossen vorangetrieben werden muss. Dies sei man den chilenischen und den deutschen Opfern schuldig. Beim nächsten Treffen der Gemischten Kommission am 22. August in Chile werde es die Möglichkeit geben, sehr konkret und Schritt für Schritt, etwa in Fragen des Dokumentationszentrums, weiter zu kommen. Zusammen mit dem Bundestag werde man weiter an dem Hilfskonzept für die Opfer der Colonia Dignidad arbeiten. Maas betonte die Hoffnung, dass man bei der Umsetzung dessen weiterkommt, was beide Seiten für richtig und notwendig halten.

Chiles Rolle in Venezuela und Nicaragua

Der deutsche Außenminister lobte Chiles Engagement in der Region: „Die  Entwicklung in Venezuela besorgt uns außerordentlich. Es kann so nicht weitergehen.“ Man sei davon beeindruckt, dass Chile viele Geflüchtete aus Venezuela aufgenommen hat. Auch die Rolle Chiles in der Lima-Gruppe, die sich für Frieden und Demokratie in Venezuela einsetzt, sei ganz besonders wertvoll.  Zur aktuellen Lage in Nicaragua sagte er: „Die Waffen müssen schweigen! Eine so hohe Anzahl von Toten innerhalb weniger Wochen ist inakzeptabel. Wir begrüßen, dass dort die Kirche angeboten hat, eine Vermittlerrolle zu übernehmen.“ Man müsse verhindern, dass diese Konflikte aus den Ländern hinaus in die Region exportiert werden und zu weitere Unsicherheiten führen, so Maas. „Wo wir nur können, werden wir die chilenische Regierung in ihren Bemühungen unterstützen.“

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