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Außenpolitik Bulgarien

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Stand: März 2018

Seit dem NATO-Beitritt Bulgariens 2004 und dem Beitritt zur Europäischen Union am 1. Januar 2007 ist Bulgarien Partner der euro-atlantischen Zusammenarbeit. Im ersten Halbjahr 2018 hat Bulgarien erstmalig die EU-Ratspräsidentschaft inne.

In Südosteuropa versteht sich Bulgarien als ein Stabilitätsanker und tritt für friedlichen nachbarschaftlichen Interessenausgleich und verbesserte wirtschaftliche Zusammenarbeit ein. Besonders die Weiterentwicklung der Transportinfrastruktur ist dabei von Bedeutung, da wichtige Verkehrs- und Energietransitstrecken durch das Land führen. Auch der Ausbau der regionalen Energieinfrastruktur gerät zunehmend in den Vordergrund.

Das Verhältnis zu den Nachbarstaaten ist durch historische Vorbehalte nicht immer einfach. Die Regierung in Sofia bemüht sich im Rahmen einer aktiven regionalen Außenpolitik jedoch um Ausgleich. Bulgarien befürwortet eine EU-Beitrittsperspektive für alle Staaten des westlichen Balkan und hat diese zu einer seiner außenpolitischen Prioritäten erklärt.Ebenso unterstützt Bulgarien eine EU-Beitrittsperspektive für die Türkei, wenn alle Aufnahmekriterien erfüllt werden.

Auch die Intensivierung der Zusammenarbeit in Richtung Osten (Georgien, Republik Moldau, Aserbaidschan) ist ein weiteres Ziel der bulgarischen Außenpolitik. Hierfür engagiert sich Bulgarien im Rahmen der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation. Die Lage in der Ukraine beobachtet die bulgarische Regierung aufmerksam. Mehr als 200.000 ethnische Bulgaren leben in der Ukraine. Das bulgarische Außenministerium bemüht sich auch um einen engen Austausch mit den Visegrad-4-Staaten und spricht sich für eine Fortsetzung der Östlichen Partnerschaft aus.

Neben der Pflege der intensiven Beziehungen zu den EU-Mitgliedern, den Westbalkan-Staaten und dem Kaukasus sind der Ausbau der Beziehungen zu den USA und China sowie gute Beziehungen zu Russland und eine Intensivierung der Kontakte in den Mittleren Osten Schwerpunkte des bulgarischen Interesses.

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