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Beziehungen zu Deutschland Botsuana

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Stand: März 2018

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Botsuana und Deutschland sind gut. Sie sind geprägt von gegenseitigem Respekt und Einvernehmen in internationalen Angelegenheiten. Seit dem Staatsbesuch von Bundespräsident Köhler im April 2006 haben sich die Beziehungen stetig verstärkt. Im Herbst 2013 hat Botsuana erstmals eine Botschaft in Berlin eröffnet.

Im Februar 2012 hat der botsuanische Präsident Seretse Khama Ian Khama Deutschland einen offiziellen Besuch abgestattet. Dabei traf er mit Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff zusammen. Außerdem nahm er an zwei Unternehmertreffen in Hamburg teil. Anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB) besuchte er Deutschland im März 2017 erneut und führte  Gespräche mit Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck.

Delegationsreisen von Bundestagsabgeordneten der parlamentarischen Freundschaftsgruppe SADC-Staaten fanden zuletzt im Mai 2011 und im Juni 2015 statt. Der persönliche Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günther Nooke, vertrat die Bundesrepublik bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum fünfzigsten Jahrestag der Unabhängigkeit Ende September 2016. Kurz zuvor, im August 2016, war die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Prof. Maria Böhmer, in Botsuana zu Gast. Hauptthemen ihres Aufenthalts waren die bilaterale Kooperation in der Berufsbildung, die Förderung der Rolle von Frauen und das botsuanische UNESCO-Weltkulturerbe.

Wirtschaftsbeziehungen

Der deutsch-botsuanische Handelsverkehr und die deutschen Direktinvestitionen in Botsuana sind gering. Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Botsuana 2016 circa 74,5 Millionen Euro, davon 72,3 Millionen Euro deutsche Exporte nach Botsuana. Wichtigstes Exportgut Botsuanas nach Deutschland sind Fleischwaren; Deutschland liefert hauptsächlich Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Metallwaren, chemische Erzeugnisse, Holz- und Papierprodukte. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Botsuana den größten Teil seiner Einfuhren aus Südafrika bezieht, darunter auch vielfach Produkte deutscher Unternehmen. Diese Einfuhren deutscher Produkte aus Südafrika erscheinen nicht in der bilateralen Handelsstatistik.

Ausländische Investoren verhalten sich aufgrund des relativ kleinen Marktes und der günstigen Einfuhrmöglichkeiten aus Südafrika eher zurückhaltend. Gleichwohl könnte Botsuana auch für die deutsche Wirtschaft aufgrund seiner innenpolitischen Stabilität, seiner geographischen Lage in der Region und seiner soliden Finanzlage interessant sein. Der deutsch-botsuanische Investitionsschutz- und -fördervertrag ist im August 2007 in Kraft getreten.

Im März 2017 war Botsuana, als erstes Land des südlichen Afrika überhaupt, offizielles Partnerland der ITB.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Aufgrund der beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung Botsuanas und seines mittlerweile erreichten Status eines Landes mit gehobenem mittleren Einkommen wurde 1992 die bilaterale Finanzielle Zusammenarbeit eingestellt. Die bilaterale Technische Zusammenarbeit endete 2004.

Aufgrund einer gesonderten Vereinbarung vom März 2004 wird die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit seither mit Fokussierung auf den Bereich der beruflichen Bildung fortgesetzt, und zwar mit einer Ko-Finanzierung der botsuanischen Regierung und der nationalen Bergbaukammer (zu insgesamt 70 Prozent). Derzeit sind 16 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in Botsuana in der bilateralen Zusammenarbeit tätig. Das Programm wurde Ende 2017 mit einer deutschen Zusage von weiteren drei Millionen Euro  verlängert. Botsuana partizipiert daneben an der umfangreichen Entwicklungszusammenarbeit der EU sowie Deutschlands mit der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika, SADC.

 

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