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Benin: Außenpolitik Benin

28.06.2019 - Artikel

Grundlinien der Außenpolitik

Die Außenpolitik Benins ist stark auf die Nachbarländer ausgerichtet. Unter der von 2006 bis 2016 amtierenden Regierung Boni Yayi waren die außenpolitischen Kontakte - auch um Investoren zu gewinnen - Richtung Asien und in die Golfstaaten erweitert worden. Die Außenpolitik Benins ist unter Präsident Talon daneben stark auf die Vertretung seiner wirtschafts- und entwicklungspolitischen Interessen ausgerichtet.

Benin ist u.a. Mitglied der Afrikanischen Union (AU), der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) und der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA). Benin beteiligt sich an 6 UN-Einsätzen (MINUSMA Mali, MONUSCO Demokratische Republik Kongo und MINUSCA Zentralafrikanische Republik).

Außenpolitik im multilateralen Rahmen

Im Bereich der Vereinten Nationen spielt Benin eine aktive und konstruktive Rolle. Benin hat durch die von 2012 bis 2013 übernommene Präsidentschaft der Afrikanischen Union eine hohe außenpolitische Sichtbarkeit als Stimme Afrikas bei bilateralen und multilateralen Treffen gezeigt.

Beziehungen zu den Nachbarstaaten

Ein ausgewogenes Verhältnis zum Nachbarn Nigeria ist für Benin von zentraler Bedeutung. Mit Nigeria konnte 2006 ein Grenzabkommen paraphiert werden, das auch die Grenze auf dem Festlandsockel im Meer (wichtig für die Ausbeutung von Rohstoffen) festlegt. Benin ist sich seiner wirtschaftlichen Abhängigkeit von Nigeria bewusst, zumal der Großteil der im Hafen Cotonou gelöschten Waren für den nigerianischen Markt bestimmt ist. Der Hafen Cotonou und die Transitverbindungen durch Benin sind für die Nachbarn Niger, Burkina Faso und Mali von großer Bedeutung für die Versorgung mit Importgütern, v.a. mit Treibstoffen.

Bei der Bekämpfung der im Golf von Guinea seit Beginn 2011 zunehmenden Piraterie gibt es Anstrengungen Benins und seiner Nachbarstaaten, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln (z.B. gemeinsame Patrouillen mit Nigeria). Benin ist in hohem Maße auf die Einnahmen des Hafens Cotonou angewiesen.

Beziehungen zu weiteren Staaten

Beziehungen werden insbesondere zu China, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, der Europäischen Union, den USA, der Schweiz, Japan und Kanada gepflegt. Die USA und besonders China haben ihre entwicklungspolitischen Beziehungen zu Benin vor dem Hintergrund wirtschaftlicher, aber auch strategischer Interessen deutlich intensiviert. Auch die Türkei und Marokko bringen sich als Partner ins Spiel.

Weitere Informationen

Benin ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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