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Deutschland und Barbados: Bilaterale Beziehungen Barbados

04.11.2019 - Artikel

Die politischen Beziehungen sind freundschaftlich und frei von Problemen. Deutschland und Barbados feierten am 30.11.2016 den 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. In multilateralen Foren wie den Vereinten Nationen und bei den Weltklimaverhandlungen ist Barbados ein verlässlicher und enger Partner Deutschlands. Bei den Wahlen im Mai 2018 errang die bisherige Opposition unter der neuen Premierministerin Mia Amor Mottley alle 30 Sitze im Parlament.

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu Barbados sind wenig ausgeprägt. Nennenswerte Einnahmen ergeben sich für das Land durch den Besuch deutscher Urlaubsreisender, deren Zahl auf fast 10.000 jährlich gestiegen ist (direkte Flugverbindung).

Seit 2002 besteht ein bilaterales Abkommen zum Schutz und zur Förderung von Investitionen. Gehemmt werden Investitionen durch eine schwache Wirtschaft und ein Haushaltsdefizit, das auf 7% des BIP geschätzt wird. Barbados ist eines der am höchsten verschuldeten Länder der Welt, 2018 betrug die Staatsverschuldung 157% des BIP.

Weitere Kooperations- und Handelsabkommen gibt es im Rahmen der Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und den AKP (Afrika, Karibik, Pazifik)-Staaten beziehungsweise zwischen der EU und CARIFORUM (CARICOM-Mitgliedsstaaten plus Dominikanische Republik). Als das wirtschaftlich am engsten mit Europa verflochtene Land der Karibik verfolgt Barbados mit besonderer Aufmerksamkeit die weitere Entwicklung der Handelsbeziehungen zur EU.

In der Entwicklungszusammenarbeit ist Barbados mit Deutschland mittelbar über Vereinbarungen zwischen Deutschland und der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) verbunden, in deren Rahmen in den Bereichen nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Förderung erneuerbarer Energien sowie Anpassung an den Klimawandel zusammengearbeitet wird. Deutsche Institutionen (GIZ, PTB, CIM) arbeiten mit den in Barbados ansässigen Institutionen CDB (Caribbean Development Bank), CROSQ (CARICOM Regional Organisation for Standards and Quality), CEDA (Caribbean Export Development Agency) und CCREEE (Caribbean Centre for Renewable Energy and Energy Efficiency) zusammen.

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