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Beziehungen zu Deutschland Barbados

Artikel

Stand: März 2018

Die politischen Beziehungen sind freundschaftlich und frei von Problemen. Deutschland und Barbados feierten am 14.03.2017 den 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. In multilateralen Foren wie den Vereinten Nationen und bei den Weltklimaverhandlungen ist Barbados ein verlässlicher und enger Partner Deutschlands. Im September 2015 traf Bundeskanzlerin Merkel in New York mit Premierminister Stuart in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der CARICOM-Regierungschefs zusammen.

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu Barbados sind wenig ausgeprägt. Von Barbados werden überwiegend landwirtschaftliche Produkte nach Deutschland ausgeführt. Nennenswerte Einnahmen ergeben sich für das Land jedoch durch den Besuch deutscher Urlaubsreisender, deren Zahl auf fast 10.000 jährlich gestiegen ist (direkte Flugverbindung).

Seit 2002 besteht ein bilaterales Abkommen zum Schutz und zur Förderung von Investitionen. Gehemmt werden Investitionen durch eine schwache Wirtschaft und ein Haushaltsdefizit, das auf 7% des BIP geschätzt wird. 2016 betrug die Staatsverschuldung 105,5% des BIP

Weitere Kooperations- und Handelsabkommen gibt es im Rahmen der Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und den AKP (Afrika, Karibik, Pazifik)-Staaten bzw. zwischen der EU und CARIFORUM (CARICOM-Mitgliedsstaaten plus Dominikanische Republik). Als das wirtschaftlich am engsten mit Europa verflochtene Land der Karibik verfolgt Barbados mit besonderer Aufmerksamkeit die weitere Entwicklung der Handelsbeziehungen zur EU vor dem Hintergrund des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (Economic Partnership Agreement, EPA).

In der Entwicklungszusammenarbeit ist Barbados mit der Bundesrepublik Deutschland mittelbar über Vereinbarungen zwischen Deutschland und der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) verbunden, in deren Rahmen in den Bereichen nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Förderung erneuerbarer Energien sowie Anpassung an den Klimawandel zusammengearbeitet wird. Seit 2011 gilt Barbados nicht mehr als Entwicklungsland; die bilaterale öffentliche Entwicklungshilfe wurde eingestellt.

Deutsche Institutionen (GIZ, PTB, CIM) arbeiten mit den in Barbados ansässigen Institutionen CDB (Caribbean Development Bank), CROSQ (CARICOM Regional Organisation for Standards and Quality), CEDA (Caribbean Export Development Agency) und CCREEE (Caribbean Centre for Renewable Energy and Energy Efficiency) zusammen.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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