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Im Doppelpack für starke Beziehungen: Australische Außen- und Verteidigungsministerinnen in Berlin Australien

07.09.2016 - Artikel

Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen empfingen am 06.09. ihre australischen Amtskolleginnen Bishop und Payne.

Startschuss für eine neue Phase in den deutsch-australischen Beziehungen: Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen haben gestern ihre australischen Amtskolleginnen Bishop und Payne in Berlin empfangen.

Nach dem Empfang mit militärischen Ehren legten Steinmeier, von der Leyen, Bishop und Payne einen Kranz am Ehrenmal der Bundeswehr nieder.
Nach dem Empfang mit militärischen Ehren legten Steinmeier, von der Leyen, Bishop und Payne einen Kranz am Ehrenmal der Bundeswehr nieder.© Michael Gottschalk/photothek.de

Von Canberra, auf der anderen Seite der Erdkugel, bis nach Berlin sind es 16.000 Kilometer. Zwanzig Stunden Flugzeit haben die australische Außenministerin Julie Bishop und Verteidigungsministerin Marise Payne zurückgelegt, um einen Meilenstein in den deutsch-australischen Beziehungen zu setzen. Die ersten deutsch-australischen "2+2-Konsultationen" starten mit einer Zeremonie im Berliner Bendlerblock: Im Ehrenhof des Verteidigungsministeriums wurden die Ministerinnen von Frank-Walter Steinmeier und Ursula von der Leyen mit militärischen Ehren begrüßt und legten danach einen Kranz am Ehrenmal der Bundeswehr nieder.

Deutschland und Australien sind strategische Partner und stehen in regem gegenseitigem Austausch.
Deutschland und Australien sind strategische Partner und stehen in regem gegenseitigem Austausch.© Michael Gottschalk/photothek.de

Vorteile für beide Seiten

Den Tegeler See entlang streckt sich der historische Park um die Villa Borsig. Frank-Walter Steinmeier hat seine Kolleginnen in das Gästehaus des Auswärtigen Amts eingeladen, um hier über die wichtigsten Herausforderungen der Weltpolitik zu sprechen: Die humanitäre Krise in Syrien, der Friedensprozess in der Ukraine, die Konflikte im Südchinesischen Meer. Denn Deutschland und Australien arbeiten bei internationalen Herausforderungen eng zusammen. Die auf dem Globus weit entfernte geographische Lage der Länder bringt für beide Seiten Vorteile. "Wir sind sehr dankbar für die Expertise, die unsere australischen Kolleginnen mitgebracht haben über den gesamten asiatisch-pazifischen Raum", so Außenminister Steinmeier. Die australischen Ministerinnen Bishop und Payne wiederum dankten für die Einblicke, die Steinmeier hinsichtlich des Ukraine-Konflikts mit den Kolleginnen teilte.

Die australischen Ministerinnen Bishop und Payne zu Gast in der Villa Borsig.
Die australischen Ministerinnen Bishop und Payne zu Gast in der Villa Borsig.© Michael Gottschalk/photothek.de

Geographische Ferne, politische Nähe

Schon im Jahr 2013 sind Deutschland und Australien mit der Berlin-Canberra-Erklärung eine strategische Partnerschaft eingegangen. Seitdem bringen beide Länder einen noch breiteren Austausch voran. "Die geographische Entfernung mag groß sein, aber es gibt eine umso größere Nähe in politischer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht", sagte Steinmeier.

Für die Ende September beginnende Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmten die vier Minister in der Villa Borsig schon jetzt ihre Positionen ab. "Ich glaube, das, was uns eint ist, dass wir Vertreter zweier Staaten sind, die strikt auf eine regelbasierte internationale Ordnung vertrauen und dafür arbeiten", so der deutsche Außenminister. Nach den Gesprächen am Tegeler See war darum wieder einmal klar: Australien und Deutschland blicken vom jeweils entgegengesetzten Ende der Erde auf die Landkarte – und teilen dabei doch eine gemeinsame Vision.

Zum Weiterlesen:

"Beziehungen zu Australien vertiefen" (Archivartikel vom 28.01.2013 zur Berlin-Canberra-Absichtserklärung)

"Empfehlungen zur Intensivierung der deutsch-australischen Beziehungen" (Archivartikel vom 13.11.2015 über die Empfehlungen der deutsch-australischen Beratergruppe)

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