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Australische Außenministerin zum Antrittsbesuch in Berlin Australien

22.04.2015 - Artikel

Besuch aus der Ferne: Außenminister Steinmeier hat seine australische Kollegin Bishop zu ihrem Antrittsbesuch in Berlin empfangen.

Besuch aus der Ferne in der deutschen Hauptstadt: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch (22.04.) seine australische Amtskollegin, Julie Bishop, zum Gespräch im Auswärtigen Amt ermpfangen.

Gemeinsame Pressekonferenz der Außenminister Steinmeier und Bishop
Gemeinsame Pressekonferenz der Außenminister Steinmeier und Bishop© AA

Deutschland und Australien verbänden "gemeinsame Werte und Ideen" sowie "ehrliche Sympathien", so Steinmeier zur Begrüßung von Außenministerin Bishop. Eine "tiefe Freundschaft" verbinde beide Länder, pflichte Bishop bei.Die hohe Qualität der Beziehungen zeige sich auch in der jüngst eingesetzten deutsch-australischen Beratergruppe, betonte die australische Ministerin. Die Gruppe soll bis November diesen Jahres Vorschläge zur weiteren Vertiefung etwa in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft erarbeiten.

Mit Blick auf die guten Erfahrungen von über 25.000 jungen Deutschen, die in jedem Jahr Australien im Rahmen des "Working Holiday"- Programms besuchen, versprach Außenminister Steinmeier ihren Antrittsbesuch zu erwidern und ebenfalls dorthin reisen zu wollen.

Gemeinsame Werte und ehrliche Sympathie

Die Leiterin des Politischen Archivs, Boeselager, erläutert historische Dokumente der deutsch-australischen Beziehungen
Die Leiterin des Politischen Archivs, Boeselager, erläutert historische Dokumente der deutsch-australischen Beziehungen© AA

Weitere Themen des Gespräch waren unter anderem das gemeinsame Engagement in Afghanistan und der Kampf gegen den ISIS-Terrorismus. Im Fokus des Gesprächs stand außerdem das Thema Flüchtlingspolitik. Außenminister Steinmeier berichtete über die EU-Beratungen nach der dramatischen Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer am vergangen Sonntag: Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise müsse es Ziel sein, die Seenotrettung auszubauen, Schleuserbanden zu bekämpfen, Herkunft- und Transitländer zu stabilisieren und bei der solidarischen Verteilung der Flüchtlinge in der Europäischen Union weiter zu kommen, fasste Steinmeier die Kernpunkte zusammen.

Zum Auftakt ihrer Begegnung hatten sich die Außenminister zunächst einmal über historische Dokumente gebeugt: Die Leiterin des Politischen Archivs stellten den Beiden unter anderem ein diplomatisches Schreiben vor, mit dem die bilateralen Beziehungen im Jahr 1952 wieder aufgenommen wurden. Ein weiteres Dokument betrifft den Australien-Forscher Ludwig Leichhardt, der zu den bekanntesten Deutschen in Australien zählt.

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