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Gedenken an armenische Opfer vor 100 Jahren Armenien

24.04.2015 - Artikel

Europa-Staatsminister Roth hat heute (24.04.) an der zentralen Gedenkfeier anlässlich des 100. Jahrestages der Vertreibung und Ermordung der Armenier durch das Osmanische Reich in Eriwan teilgenommen.

Blick auf die Gedenkzeremonie in Eriwan
Blick auf die Gedenkzeremonie in Eriwan© AA

Der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, hat heute (24. April) an der zentralen Gedenkfeier anlässlich des 100. Jahrestages der Vertreibung und Ermordung der Armenier durch das Osmanische Reich in der armenischen Hauptstadt Eriwan teilgenommen.

In einer bewegenden Zeremonie gedachten zahlreiche Staatsgäste, darunter vier Staatsoberhäupter und neben Roth zwei weitere Minister, der grausamen Ereignisse vor 1915. Im Gespräch mit dem armenischen Staatspräsidenten Serzh Sargsyan hob Staatsminister Roth seine tiefe Anteilnahme und die Trauer Deutschlands angesichts der brutalen Ermordung und Vertreibung hervor, die nicht vergessen werden dürfe.

Dabei fand er auch klare Worte für die Rolle des damaligen deutschen Reiches und den Beitrag des heutigen Deutschlands zur Versöhnung zwischen Armeniern und Türken:

Treffen mit armenischer Zivilgesellschaft
Treffen mit armenischer Zivilgesellschaft© AA

„Mich beschämt die damalige deutsche Haltung, die Vernichtung weiter Teile des armenischen Volkes schweigend hinzunehmen. Für mein Land ist es daher von herausragender Bedeutung, zu gemeinsamer Erinnerung, umfassender Aufarbeitung und aufrichtiger Versöhnung zwischen dem armenischen und türkischen Volk aktiv beizutragen.“

Am Rande der Feierlichkeiten traf Roth auch mit Vertreterinenn und Vertretern der armenischen Zivilgesellschaft zusammen, um über die Lage der Menschenrechte, Demokratie und Medien zu sprechen.

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