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Argentinischer Staatspräsident Macri besucht Außenminister Steinmeier Argentinien

06.07.2016 - Artikel

In Argentinien stehen die Zeichen auf Aufbruch: Sieben Monate ist die neue Regierung unter Staatspräsident Macri im Amt - sie hat ein ambitioniertes und im Land kontrovers diskutiertes Reformprogramm lanciert.

In Argentinien stehen die Zeichen auf Aufbruch: Sieben Monate ist die neue Regierung unter Staatspräsident Macri im Amt - sie hat ein ambitioniertes und im Land kontrovers diskutiertes Reformprogramm lanciert. Vor einem Monat war Außenminister Steinmeier zu Gast im Präsidentenpalast in der argentinischen Haupstadt Buenos Aires - der Gegenbesuch des argentinischen Staatspräsidenten fand am Dienstagabend (5.7.) in der Villa Borsig in Tegel statt.

Außenminister Steinmeier begrüßt den argentinischen Präsidenten Macri in Tegel
Außenminister Steinmeier begrüßt den argentinischen Präsidenten Macri in Tegel© Florian Gärtner/photothek.net

Außenminister Steinmeier hatte bei seiner letzten Reise nach Argentinien Anfang Juni großes Interesse daran bekundet, „die Brücke zwischen Deutschland und Argentinien zu stärken“. Das große Potenzial der bilateralen Beziehungen in Wirtschaft, Kultur und Politik zu nutzen und weiter auszubauen - mit dieser Zielsetzung war Steinmeier gemeinsam mit einer großen Delegation aus Bundestagsabgeordneten, Unternehmern, Wissenschaftlern und Kulturvertretern Anfang Juni nach Buenos Aires gereist. Präsident Macri hatte den deutschen Außenminister und dessen Delegation im Präsidentenpalast, der „Casa Rosada“, persönlich empfangen.

Bei seinem Besuch in Berlin wurde Präsident Macri neben der argentinischen Außenministerin Malcorra sowie dem Gouverneur der Provinz Buenos Aires daher von einer großen Delegation von Unternehmern und Vertretern aus der Wirtschaft begleitet. Nach Begrüßung des Präsidenten durch Bundespräsident Gauck und Bundeskanzlerin Merkel stand das Treffen mit Außenminister Steinmeier am Abend in der Villa Borsig im Zeichen des Ausbaus der wirtschaftlichen Beziehungen.

Den Weg in eine neue Zukunft unterstützen

Außenminister Steinmeier empfängt den argentinischen Präsidenten Macri mit Wirtschaftsdelegation
Außenminister Steinmeier empfängt den argentinischen Präsidenten Macri mit Wirtschaftsdelegation© Florian Gärtner/photothek.net

Bereits bei seiner Rede vor der deutsch-argentinischen Handelskammer in Buenos Aires hatte Steinmeier im Juni hervorgehoben, dass die neue argentinische Regierung „in beeindruckender Geschwindigkeit“ mit ihren Gläubigern eine Einigung erreicht und so den Weg zurück an die internationalen Finanzmärkte gefunden habe, und erklärt: „Auch die deutsche Wirtschaft unterstützt Argentinien auf diesem Weg.“

Die argentinischen Reformen sind allerdings nicht unumstritten. Außenminister Steinmeier hatte während seiner Reise nach Buenos Aires im Gespräch mit seiner Amtskollegin Malcorra von den deutschen Erfahrungen im Zuge der Reformanstrengungen in einer schwierigen konjunkturellen Phase um die Jahrtausendwende berichtet. Mit Blick auf die gegenwärtigen Anstrengungen in Argentinien betonte Steinmeier daher, man müsse „wenn man Erfolg haben will, auch versuchen, die soziale Balance zu wahren.“

Zum Weiterlesen:

Bilaterale Beziehungen: Deutschland und Argentinien

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