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Außenpolitik Andorra

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Stand: September 2017

Grundlinie der andorranischen Außenpolitik ist die Einbettung in internationale Organisationen (VN-Mitglied seit 1993, Europaratsmitglied seit 1994, OSZE-Mitglied seit 1996, Beobachterstatus bei der WHO, etc.).

Am 1. Mai 2004 wurden die Verhandlungen über eine zusätzliche Kooperationsvereinbarung zwischen dem Fürstentum Andorra und der Europäischen Union abgeschlossen. Die Übereinkunft stärkt die politischen Beziehungen und eröffnet Andorra die Möglichkeit der Teilhabe an EU-Förderprogrammen. Im Zentrum andorranischen Europapolitik stehen die seit 2013 laufenden Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit der EU, die ein gemeinsames Rahmenabkommen mit Liechtenstein, Monaco und Andorra anstrebt.

Bilateral konzentriert sich das Land schon aufgrund der engen wirtschaftlichen Beziehungen auf die direkten Nachbarn Spanien und Frankreich. Die besondere Beziehung zu Spanien resultiert zudem aus der kulturellen und sprachlichen Nähe zu Katalonien und dem hohen Anteil spanischstämmiger Ausländer in der andorranischen Gesellschaft.

Außenpolitisch wird Andorra durch die beiden Staatsoberhäupter - dem Bischof von La Seu d'Urgell, derzeit Monsigneur Joan Enric Vives i Sicilia und dem Präsidenten der Französischen Republik, derzeit Emmanuel Macron - als „Kofürsten“ repräsentiert. Ihnen steht ein Veto-Recht in auswärtigen Angelegenheiten zu.

Andorra unterhält mit über 100 Staaten diplomatische Beziehungen.

Andorra besitzt kein eigenes Militär, die Landesverteidigung wird aufgrund des Vertrages vom 3. Juni 1993 von Spanien und Frankreich übernommen.

Die entwicklungspolitischen Prioritäten des Fürstentums Andorra liegen auf dem Schutz von Minderheiten und besonders schutzbedürftigen Personengruppen, auf der Wasserversorgung, der nachhaltigen Entwicklung und dem Klimaschutz.

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Vall d'Incles, Andorra
Vall d'Incles, Andorra© picture alliance / dpa

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