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Wirtschaft Andorra

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Informationen zur Wirtschaftspolitik des Landes

Stand: September 2017

Wichtigste Wirtschaftszweige und Gesamtsituation

Die andorranische Wirtschaft hat 2016 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2.584 Mrd. Euro erwirtschaftet, mit einem nominalen Pro-Kopf-Einkommen von 35.348 Euro. Die Wirtschaft des Fürstentums beruht hauptsächlich auf dem Dienstleistungs- und dem Fremdenverkehrssektor. Letzterer macht 80% des BIP aus.

Ein weiterer bedeutender Wirtschaftsbereich ist der Finanzsektor mit einem BIP-Beitrag von 16%.

Beschäftigung und Währung

Offizielles Zahlungsmittel ist der Euro. Gehälter, Geldbußen etc. werden in Euro ausgewiesen. Andorra hat am 30. Juni 2011 ein Währungsabkommen mit der Europäischen Union unterzeichnet, wonach Andorra den Euro als offizielle Währung nutzen und eigene Münzen ausgeben darf. Andorra zählte im Jahr 2016 78.264 Einwohner. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im April 2017 bei 38.653.

Verhältnis zum Europäischen Wirtschaftsraum und zur EU

Das Fürstentum Andorra ist nicht Mitglied der Europäischen Union, unterhält jedoch Sonderbeziehungen zu ihr. Die Beziehungen sind durch ein am 1. Januar 1991 in Kraft getretenes und im Jahr 1995 erweitertes Handelsabkommen geregelt, das eine Zollunion für Industrieprodukte – in Kraft seit dem 1. Juli 1991 - und besondere Regelungen für landwirtschaftliche Produkte vorsieht. Am 1. Mai 2004 wurde eine zusätzliche Kooperationsvereinbarung zwischen dem Fürstentum Andorra und der Europäischen Union geschlossen, durch die Andorra die Möglichkeit zur Teilhabe an Förderprogrammen der EU in unterschiedlichen Bereichen erlangt hat.

Am 20.01.2012 ist das Abkommen über Informationsaustausch in Steuersachen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Fürstentum Andorra in Kraft getreten. Im Zentrum andorranischen Europapolitik stehen die seit 2013 laufenden Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit der EU, die ein gemeinsames Rahmenabkommen mit Liechtenstein, Monaco und Andorra anstrebt.

Außenwirtschaft

Andorra exportierte zwischen Januar und Juli 2017 Waren im Wert von 60,7 Mio. Euro und importierte Waren im Wert von 722,2 Mio. Euro.

Die Europäische Union ist wichtigster Import- und Exportpartner mit einem Anteil von jeweils circa 90 Prozent. Der Anteil Asiens an In- und Exporten beträgt jeweils circa neun Prozent. Haupthandelspartner des Landes innerhalb der EU sind Spanien (Importe Januar – Juli Jahr 2017: 467,8 Mio. Euro; Exporte im selben Zeitraum: 33,9 Millionen Euro) und Frankreich (Importe: 98,9 Mio. Euro; Exporte: 10,1 Mio. Euro). Aus Deutschland importierte Andorra zwischen Januar und Juli 2017 Waren im Wert von 29,1 Mio. Euro. Der Export nach Deutschland belief sich auf einen Warenwert von 0,9 Mio. Euro.

Importiert werden vor allem Konsumgüter aller Art, exportiert werden insbesondere elektrische Energie, Tabakprodukte und Möbel.

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