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Außenminister Steinmeier zu Gesprächen in Algerien Algerien

27.01.2015 - Artikel

Am Sonnabend und Sonntag standen neben politischen Terminen in Algerien auch wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Treffen auf dem Programm des Außenministers.

Außenminister Steinmeier im Gespräch mit dem algerischen Präsidenten Bouteflika
Außenminister Steinmeier im Gespräch mit dem algerischen Präsidenten Bouteflika© Photothek / Trutschel

Die dritte und letzte Etappe führte Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Sonnabend (24.01.) und Sonntag (25.01.) nach Algerien, wo politische Gespräche, aber auch wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Treffen auf dem Programm standen.

Im Anschluss an sein Gespräch mit Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika betonte Steinmeier, dass es darum gehe, die Beziehungen weiter zu stärken und zu verbessern, so zum Beispiel im Wirtschaftsbereich.

Direkt nach seiner Ankunft in Algier am Samstagnachmittag (24.01.) wurde er von seinem algerischen Amtskollegen Lamamra empfangen: Die beiden Außenminister tauschten sich ausführlich über die Qualität und die Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit aus. Bei der anschließenden Pressebegegnung sprach Steinmeier von fruchtbaren Beziehungen. Man sei sich im Übrigen einig, vor allem etwas für die junge Generation tun zu müssen.

Gemeinsam etwas für junge Algerier tun

Außenminister Steinmeier im Gespräch mit Master-Studenten in Algier
Außenminister Steinmeier im Gespräch mit Master-Studenten in Algier© Photothek / Trutschel

Wie auch in den Nachbarländern verfügt Algerien über eine junge Bevölkerungsstruktur: Rund 70 Prozent der Einwohner Algeriens sind unter 30 Jahren. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die hohe Jugendarbeitslosigkeit dar. Unter anderem zur Förderung des wirtschaftlichen Austauschs und von Produktion und Beschäftigung haben Deutschland und Algerien im Jahr 2011 eine gemischte Wirtschaftskommission ins Leben gerufen. Zudem engagieren sich deutsche Unternehmen in Algerien erfolgreich im Bereich der beruflichen Qualifizierung und Bildung.

In Algier traf Steinmeier zudem zu politischen Gesprächen mit Staatspräsident Bouteflika zusammen. Dabei ging es neben der Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen auch um die Konflikte in Libyen, Mali und auch Syrien. Zudem nahm Steinmeier intensive Unterredungen mit Premierminister Abdelmalek Sellal und Fachministern wahr. Bilaterale Fragen waren dabei Gegenstand aller Unterredungen ebenso wie Fragen der Verstärkung der Zusammenarbeit in Wirtschaft und Bildung.

Auf dem Weg zu wirtschaftlicher Diversifizierung

Außenminister Steinmeier nimmt gemeinsam mit dem algerischen Industrieminister Abdessalem Bouchouareb am Runden Tisch der Wirtschaft teil.
Außenminister Steinmeier nimmt gemeinsam mit dem algerischen Industrieminister Abdessalem Bouchouareb am Runden Tisch der Wirtschaft teil.© Thomas Trutschel/ photothek.net

Auf Einladung der deutsch-algerischen Handelskammer kam Steinmeier gemeinsam mit Industrieminister Abdessalem Bouchouareb auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft beide Länder zusammen. Der Austausch mit Studierenden eines Kooperationsprojekts zwischen Siemens und der Universität von Algier im Bereich Informatik und Automation illustrierte die Zusammenarbeit ganz konkret. Ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der algerischen Zivilgesellschaft, vor allem aus dem Menschenrechtsbereich, rundete den Besuch ab.

Außenminister Steinmeier betonte am Sonntag, sein Eindruck aus den Gesprächen sei, dass das Land „vorsichtig einen Weg der Diversifizierung“ suche. Deshalb seien die mitgereisten Beteiligten der Wirtschaftsdelegation „auf großes Interesse gestoßen, weil sie helfen sollen andere Bereiche jenseits der Energiewirtschaft zu entwickeln“.

Außenminister Steinmeier in Algier
Außenminister Steinmeier in Algier© Photothek/Trutschel

Maghreb-Reise zum Ausbau der bilateralen Beziehungen

Auf seiner viertägigen Maghreb-Reise war Außenminister Steinmeier zuletzt am Sonnnabend (24.01.) in Algerien eingetroffen. Zuvor hatte er Gespräche in Marokko (22.01.) und Tunesien (23./24.01.) geführt.

Im Fokus des Besuchs in Nordafrika stand der Ausbau der bilateralen Beziehungen zu den drei Maghreb-Staaten. Zum Abschluss seines Besuchs sprach Steinmeier von einer „hochinteressante Reise“ und erklärte weiter:

„Ich habe mich gefreut, dass nicht nur wir der Überzeugung sind, dass die Zusammenarbeit zwischen Europa und den südlichen Nachbarn verstärkt und verbessert werden muss. Wir haben hier sehr interessierte Gesprächspartner gefunden.“

Gleichsam sei deutlich geworden, wie unterschiedlich die drei Länder seien - eben auch im Umgang mit den Herausforderungen dieser Zeit, also demokratischen Reformen, wirtschaftlicher Entwicklung und Perspektiven für die Jugend der drei Länder. Dies habe zudem die Region bisher daran gehindert, eine wirkliche Zusammenarbeit in den Maghreb-Staaten zu suchen.

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