Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Enge deutsch-albanische Zusammenarbeit Albanien

20.05.2015 - Artikel

Der Fokus des Gesprächs mit dem albanischen Außenminister Bushati in Berlin lag auf dem Weg des Landes in Richtung EU und die weitere deutsche Unterstützung. Außerdem ging es um regionale Fragen.

Außenminister Steinmeier hat am Mittwoch (20.05.) seinen Amtskollegen Ditmir Bushati in Berlin begrüßt: Der Fokus des Gesprächs mit dem albanischen Außenminister lag dabei auf dem Weg seines Landes in Richtung EU und die weitere deutsche Unterstützung. Außerdem ging es um regionale Fragen, vor allem um die Lage in Mazedonien nach den Zwischenfällen von Kumanovo.

Bushati und Steinmeier vor der Presse
Bushati und Steinmeier vor der Presse© AA

Sie hatten sich zuletzt erst am vergangenen Donnerstag (14.05.) am Rande des NATO-Außenministerrats in Antalya (Türkei) getroffen. Das heutige Gespräch in Berlin bot den Außenministern Steinmeier und Bushati erneut Gelegenheit zum ausführlichen Austausch. Im Fokus der Unterredung standen diesmal vor allem der Weg Albaniens in Richtung EU und die Fortschritte des Landes unter anderem im Bereich der Korruptionsbekämpfung.

EU: Kein Zweifel am Reformwillen Albaniens

Außenminister Steinmeier lobte das Engagement der albanischen Führung, weiter beherzt auf ihrem Weg in Richtung EU voranzuschreiten:

Seit Verleihung des Kandidatenstatus hat sich Albanien Richtung EU weiter entwickelt. Albanien hat den Mut zu tiefgreifenden Reformen.

Gleichwohl sei noch viel zu tun, darüber herrschte zwischen den Minister Einigkeit. Bushati dankte der deutschen Regierung für die Unterstützung der demokratischen Entwicklung Albaniens und der EU-Annäherung seines Landes sowie des ganzen Westbalkans. Steinmeier betonte, er habe keinen Zweifel, dass in Albanien der "Mut bei der Justizreform und bei der Kriminalitätsbekämpfung auch in Zukunft anhalten" werde.

Tischflaggen Deutschlands und Albaniens
Tischflaggen Deutschlands und Albaniens© AA

Die beiden Minister sprachen auch über die gestiegenen Auswandererzahlen: Steinmeier dankte Bushati für gemeinsame Bemühungen um Aufklärung der Bevölkerung in Tirana und andernorts. Die albanische Regierung hat gemeinsam mit der Deutschen Botschaft in Tirana auch öffentlich Aufklärungsmaßnahmen unternommen und ist so dem Eindruck entgegengetreten, es sei Albanern möglich, mittels eines Asylantrags und ohne politische Verfolgung in Deutschland Aufenthalt zu finden.

Westbalkankonferenz für mehr Regional-Kooperation

Beide Seiten lobten die österreichische Initiative zur Ausrichtung einer zweiten Westbalkankonferenz in Wien: Deutschland hatte zusammen mit den Partnern in Südosteuropa im vergangenen Herbst dieses neue Format ins Leben gerufen. Mehr zur Konferenz

Der deutsche Außenminister nannte es eine gute Entwicklung, dass in Österreich konkret über Infrastruktureinrichtungen auf dem westlichen Balkan, die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und die Förderung des Jugendaustauschs zwischen den Westbalkan und EU beraten werde. Es gehe dann auch darum, was die EU und ihre Mitgliedstaaten beitragen können. Bushati zeigte sich hoffnungsvoll, dass die Konferenz auch dazu beitragen könne, die Interkonnektivität der vorhandenen Infrastruktur zwischen der Region und der EU zu verstärken.

Mazedonien: Brauchen transparente Aufklärung

Beide Außenminister berieten zudem über die Entwicklungen in Mazedonien nach den Kämpfen in Kumanovo. Außenminister Steinmeier betonte, der Vorfall habe "Europa aufgeschreckt, aber auch veranlasst etwas genauer hinzuschauen". Er hoffe, dass das Geschehene "nicht der Beginn einer Eskalation" sei, sondern dass sich die Verantwortlichen um transparente Aufklärung bemühen. Zudem müsse die mazedonische Führung das "Ihrige dazu beizutragen", dass es keine weiteren Vorfälle dieser Art gebe. Er dankte zudem der EU für ihre Bereitschaft zu Vermittlungsbemühungen.

Ich hoffe deshalb, dass die Lage in Mazedonien sich nicht nur einfach beruhigt, sondern dass auch in Mazedonien der feste Wille etabliert wird, den Weg in Richtung EU fortzusetzen und nicht etwas Zweifel an diesem Weg zu erheben.

Zum Weiterlesen

Verwandte Inhalte

Schlagworte