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Masterprogramm für afghanische Informatik-Lehrkräfte Afghanistan

17.09.2014 - Artikel

'Im Zeitalter der Globalisierung ist Informationstechnologie das Tor zur Welt und sichert die Anschlussfähigkeit Afghanistans an die internationale Wirtschaft.' Unter diesem Motto stand die Veranstaltung des diesjährigen Masterprogramms für afghanische Informatik-Lehrkräfte im Auswärtigen Amt.

'Im Zeitalter der Globalisierung ist Informationstechnologie das Tor zur Welt und sichert die Anschlussfähigkeit Afghanistans an die internationale Wirtschaft.' Unter diesem Motto stand die Veranstaltung des diesjährigen Masterprogramms für 14 afghanische Informatik-Lehrkräfte im Auswärtigen Amt.

Studierende des Informatik-Masterprogramms für afghanische Dozenten
Studierende des Informatik-Masterprogramms für afghanische Dozenten© TU Berlin

Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts und in Zusammenarbeit mit dem DAAD ermöglicht das Zentrum für internationale und interkulturelle Kommunikation (ZiiK) an der Technischen Universität (TU) Berlin der mittlerweile dritten Generation von afghanischen Informatikerinnen und Informatikern den Master-Abschluss in Deutschland. Das Programm ist sehr effizient: Laut ZiiK können die einzelnen Absolventinnen und Absolventen ihre neuen Kenntnisse jeweils an etwa 2000 von ihnen unterrichtete Studierende weitergeben; der Multiplikator-Effekt ist somit enorm. Mittlerweile steht IT in Afghanistan in der Rangfolge der beliebtesten Studienfächer auf Platz drei – hinter Medizin und Ingenieurwissenschaften.

Aufbauhilfe für universitäre Ausbildung

Afghanische Informatikfachlehrkräfte im Auswärtigen Amt
Afghanische Informatikfachlehrkräfte im Auswärtigen Amt© AA

Das Auswärtige Amt unterstützt seit 2002 den Aufbau einer universitären Ausbildungsstruktur für Informationstechnologie in Afghanistan mit Mitteln aus dem Stabilitätspakt Afghanistan. Das ZiiK hat unter Leitung von Dr. Nazir Peroz durch Sachmittelspenden sowie Ausbildungsreisen deutscher Dozenten nach Afghanistan und afghanischer Lehrkräfte und Studierenden nach Deutschland eine universitäre Infrastruktur in fünf Städten aufbauen können (Kabul, Herat, Masar-i-Sharif, Dschalalabad, Kandahar). Davon profitiert nicht nur das Fach Informatik: Mit der technischen Vernetzung ist es gelungen, die akademische und hochschulpolitische Zusammenarbeit zwischen den fünf wichtigsten Universitäten des Landes zu fördern. Zudem sind die an diesen Fakultäten ausgebildeten IT-Expertinnen und Experten attraktive Fachkräfte für die afghanische Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung des Landes.

Unterstützung auch in Zukunft

Der Dekan der Universität Balkh, Abdul Rahman Nawid, unterstrich, dass damit entscheidende Grundlagen geschaffen worden seien, allerdings bedürfe es weiterer Unterstützung, um die geschaffenen Kapazitäten zu bewahren: "Wir brauchen weiterhin Ihre helfende Hand." Beispielhaft sei das Problem der Abschlüsse, da die Universitäten ohne promovierte Lehrkräfte nur Bachelor-Abschlüsse, aber keine Master-Abschlüsse anböten. Mit dem DAAD-Promotionsstipendium für zwei Dozenten der Kabul-Universität, darunter eine Frau, wird diese entscheidende Voraussetzung zunächst in Kabul geschaffen. Darüber hinaus werden im Wintersemester 2014 25 neue Studierende an der TU Berlin erwartet.

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