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Kultur und Bildung Äquatorialguinea

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Stand: Oktober 2018

Das öffentliche Bildungswesen stützt sich weiterhin stark auf kirchliche Einrichtungen, daneben entstehen in den Städten vermehrt private Kleinstschulen.  Zwar besteht allgemeine Schulpflicht, es sind aber nicht alle Familien in der Lage, die Schulgebühren zu tragen. Die Schulabbrecherquote ist hoch. Nur wenige erreichen eine Hochschulberechtigung (selectividad). Äquatorialguinea hat eine junge Universität mit Einrichtungen in Bata und Malabo. Daneben bemüht sich die Regierung durch bilaterale Stipendienprogramme, Ausgewählten ein Studium im Ausland zu ermöglichen.

Obwohl die Alphabetisierungsrate mit 94 Prozent angegeben wird und damit weit über dem durchschnittlichen Wert für Subsahara-Afrika liegt, fehlt es überall an den dringend benötigten Handwerkern, Technikern, Lehrern, Ärzten und Verwaltern. Äquatorialguinea ist daher für seine Entwicklung stark auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Die meisten Infrastrukturprojekte werden von ausländischen Firmen durchgeführt. Die Regierung versucht durch ein Nationalisierungsprogramm die Beschäftigung einheimischer Fachkräfte zu forcieren.

Amtssprachen sind offiziell Spanisch, Französisch und Portugiesisch. In Verwaltungspraxis und Alltag wird jedoch nahezu ausschließlich Spanisch benutzt (im Alltag auch Bantusprachen). Spanien unterhält in Malabo und Bata Kulturzentren, die sich um den Erhalt und die Verbreitung der einheimischen Musik, Kunst und Literatur bemühen. Das nationale Kulturinstitut in Malabo befindet sich noch im Aufbau und leidet wie die meisten Institutionen im Lande an einem Mangel qualifizierter Kräfte.

Frankreich unterhält in Malabo ebenfalls ein Kulturzentrum, das mit einem Angebot an Veranstaltungen versucht, möglichst viele Menschen zu erreichen.

Daneben versuchen Botschaften punktuell mit Filmwochen oder Auftritten von internationalen Künstlern, das Kulturangebot zu erweitern. Das einzige Kino in Malabo ist seit längerem geschlossen.

Junge einheimische Künstler sind rar, da es kaum Musikschulen und ähnliche Fördermöglichkeiten gibt. Auftritte von traditionellen afrikanischen Folklore-Tanzgruppen sind weit verbreitet und vermitteln eher ein klassisches Afrikabild.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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