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Ägyptens Außenminister zu Besuch in Berlin Ägypten

05.02.2014 - Artikel

Beim Gespräch zwischen Außenminister Steinmeier und seinem ägyptischen Amtskollegen Fahmi standen bilaterale Fragen und die Entwicklungen in Ägypten im Fokus.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat seinen ägyptischen Amtskollegen Nabil Fahmi am Mittwoch (05.02.) im Auswärtigen Amt empfangen. Im Fokus des Gesprächs standen neben internationalen Themen vor allem die bilateralen Beziehungen und aktuelle Entwicklungen in Ägypten.

Die beiden Außenminister treffen sich regelmäßig am Rande internationaler Konferenzen. Dennoch war dieses Treffen besonders: Das erste bilaterale Gespräch zwischen den Außenministern Steinmeier und Fahmi fand heute in Berlin statt. Fahmi ist Außenminister im Rahmen der ägyptischen Übergangsregierung.

Im Zeichen der bilateralen Beziehungen

Intensiver deutsch-ägyptischer Dialog
Intensiver deutsch-ägyptischer Dialog© AA

Außenminister Steinmeier betonte, der heutige Besuch stehe vor allem im Zeichen der langen und intensiven Verbindungen zwischen dem deutschen und dem ägyptischen Volk. Die Minister waren sich einig, dass die bilateralen Beziehungen vielfältig und umfassend seien. Dies gelte sowohl für den kulturellen und wissenschaftlichen wie auch für den wirtschaftlichen Austausch. Außenminister Fahmi dankte besonders für die fortlaufende deutsche Unterstützung in der kulturellen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit.

Im Fokus des Treffens stand auch ein Austausch über die jüngeren Entwicklungen in Ägypten. Außenminister Steinmeier machte deutlich, dass die deutsche Seite unter anderem die Entwicklungen im Bereich der Meinungsfreiheit mit Sorge verfolge. Außenminister Fahmi versprach, die deutsche Seite im Rahmen seines Besuchs ausführlich unterrichten zu wollen und erklärte, dass sich Ägypten zum Aufbau demokratischer Strukturen verpflichtet habe.

Zu den Umwälzungen in Nordafrika und Ägypten drückte Außenminister Steinmeier seine Hoffnung aus, dass der Übergang zur Demokratie gelinge. Er erklärte weiter:

Ägypten ist ein wichtiges Land nicht nur in in Nordafrika, sondern auch für uns in Europa und in Deutschland. Deswegen ist es wichtig für unsere bilateralen Beziehungen aber auch zur politischen Festigung Nordafrikas, dass in Ägypten der Übergang zu einer gefestigten Demokratie gelingt und dass die Menschen in Ägypten die Chance haben, die Zukunft ihres Landes tatsächlich dauerhaft zu gestalten

Syrien: Hoffen auf Fortschritte im Genf-2-Prozess

Zum Gesprächsauftakt vor der Presse
Zum Gesprächsauftakt vor der Presse© AA

Außenminister Steinmeier hob zum Auftakt der Begegung hervor, seit seinem Amtsantritt habe man sich im Rahmen internationaler Krisendiplomatie bereits mehrfach getroffen: So waren die beiden Außenminister kürzlich im Rahmen der Genf-2-Konferenz in Montreux (Schweiz) zusammengekommen.

Mit Blick auf Syrien drückte Steinmeier seine Hoffnung auf Fortschritte in einer zweiten Runde der Gespräche unter der Ägide des Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen, Lakhdar Brahimi, aus. Dazu zähle eine Verständigung über lokale Waffenstillstände, um humanitäre Zugänge zur notleidenden Zivilbevölkerung in Syrien zu schaffen. Die beiden Außenminister äußerten sich übereinstimmend zur Notwendigkeit, ihre Bemühungen um eine politische Lösung des Syrien-Konflikts intensiv fortzusetzen.

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