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Deutschland sagt UN-Flüchtlingshilfswerk weitere Mittel für humanitäre Hilfe zu

07.11.2016 - Artikel

Außenminister Steinmeier empfing heute (07.11.) Filippo Grandi und sagte dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen weitere 61 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zu.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am heutigen Montag (07.11.) den Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, im Auswärtigen Amt empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die humanitären Krisen, u.a. in Syrien und Jemen, sowie die Lage von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen weltweit. Mit Blick auf die akuten Krisen in Afrika sagte Außenminister Steinmeier dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) weitere 61 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zu.

Krisen in Afrika nicht aus dem Blick verlieren

Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen: Außenminister Steinmeier sagt dem UN-Flüchtlingskommissar Grandi weitere Hilfe zu.
"Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen": Außenminister Steinmeier sagt dem UN-Flüchtlingskommissar Grandi weitere Hilfe zu.© AA

"Über 60 Millionen - noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht", so der deutsche Außenminister nach dem Gespräch. "Natürlich steht die humanitäre Krise in Syrien und den Nachbarländern besonders im Blickpunkt unserer Hilfsanstrengungen." Gleichzeitig machte Steinmeier klar: "Jenseits der Lage im Nahen und Mittleren Osten ist es aber auch unsere Verantwortung, die Krisen nicht aus dem Blick zu verlieren, die aktuell nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen".

Als Beispiele für Krisen, die es nicht täglich auf die Fernsehbildschirme schaffen, nannte Steinmeier die Tschadsee-Region, den Südsudan, Somalia und Burundi. In jenen Ländern habe sich die Lage in letzter Zeit "durch die Eskalation bestehender oder das Aufbrechen neuer Konflikte und durch klimabedingte Naturkatastrophen dramatisch verschärft". Die Länder Subsahara-Afrikas beherbergten bereits jetzt weltweit die größte Zahl an Flüchtlingen.

Deutschland stellt weitere Mittel für humanitäre Hilfe zur Verfügung

Vor diesem Hintergrund verkündete der deutsche Außenminister heute:

Dank der Unterstützung des Deutschen Bundestags konnte ich Filippo Grandi zusagen, dass wir dem UNHCR noch in diesem Jahr für die akuten Krisen in Afrika 61 Millionen Euro an zusätzlicher Humanitärer Hilfe zur Verfügung stellen.

Mit diesem Geld könnten Menschen nahe ihrer Heimat versorgt werden und müssten nicht den gefährlichen Weg nach Europa antreten. So sollen die zusätzlich bereitgestellten Mittel für UNHCR-Projekte Binnenvertriebenen und Flüchtlingen in Burundi, Mali, Somalia, dem Südsudan sowie den Nachbarländern und vom Terror durch Boko Haram betroffenen Menschen im Tschadseebecken zugutekommen.

Deutschland hat Mittel für humanitäre Hilfe vervielfacht

Bei seiner Reise nach Niger im Mai 2016 sprach Außenminister Steinmeier mit Bewohnern eines Übergangslagers für heimkehrende Flüchtlinge in Niamey.
Bei seiner Reise nach Niger im Mai 2016 sprach Außenminister Steinmeier mit Bewohnern eines Übergangslagers für heimkehrende Flüchtlinge in Niamey.© Thomas Imo/photothek.de

Deutschland hat in den letzten Jahren seine Mittel für humanitäre Hilfe vervielfacht. Im Zuge der stetigen Erhöhung der finanziellen Unterstützung für das UN-Flüchtlingswerk ist Deutschland zu dessen zweitgrößtem Geber aufgestiegen. Mit den nun zugesagten zusätzlichen 61 Millionen Euro erhöhen sich die dem UNHCR im Jahr 2016 zur Verfügung gestellten Gelder auf insgesamt 298 Millionen Euro. "Wir wollen weiter mit gutem Beispiel vorangehen, damit weitere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft folgen oder ihr bestehendes Engagement ausweiten", so Außenminister Steinmeier.

Zum Weiterlesen:

Humanitäre Hilfe

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