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Kein Frieden ohne Frauen: 15 Jahre UN-Resolution 1325

30.10.2015 - Artikel

Mit der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates sei der Grundstein für eine geschlechtersensible Friedens- und Sicherheitspolitik gelegt worden, betonte Staatsministerin Maria Böhmer bei einer Feier zum 15. Jahrestag der Verabschiedung der Resolution.

Mit der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates sei der Grundstein für eine geschlechtersensible Friedens- und Sicherheitspolitik gelegt worden, betonte Staatsministerin Maria Böhmer bei einer Feier zum 15 Jahrestag der Verabschiedung der Resolution in Bonn.

Staatsministerin Maria Böhmer bei der Feier von UN Women Deutschland
Staatsministerin Maria Böhmer bei der Feier von UN Women Deutschland zum 15jährigen Bestehen der Resolution 1325© AA

Am Mittwochabend (28.10.) hielt Staatsministerin Böhmer die Festrede bei einer Preisverleihung des Nationalen Komitees UN Women Deutschland. Zahlreiche Gäste waren in das Alte Rathaus von Bonn geladen, um das 15-jährige Jubiläum der Resolution 1325 "Frauen, Frieden, Sicherheit" des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu feiern.

Ziel dieser Resolution ist die aktive Einbindung von Frauen in allen Phasen der Konfliktprävention und Konfliktbewältigung sowie der Schutz von Frauen und Mädchen vor sexueller Gewalt und Vergewaltigung in bewaffneten Konflikten.

Die Abendveranstaltung bildete den Auftakt zum jährlichen Internationalen Symposium von UN Women Deutschland.

Grundstein für eine geschlechtersensible Friedens- und Sicherheitspolitik

Mit der Resolution sei der Grundstein für eine geschlechtersensible Friedens- und Sicherheitspolitik gelegt worden, würdigte Böhmer den Beschluss. Auch 15 Jahre nach Inkrafttreten der Agenda der Vereinten Nationen für Frauen, Frieden und Sicherheit gelte: "Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedenskonsolidierung können nur gelingen, wenn sie Geschlechtergerechtigkeit und geschlechtsspezifische Perspektiven beachten."

Böhmer betonte, dass in den vergangen 15 Jahren viele Staaten bei der Gleichberechtigung der Frauen vorangekommen seien. Es gelte jedoch nach wie vor, die Rechte von Frauen mit allem Nachdruck durchzusetzen.

Frauen an den Verhandlungstisch

Zudem forderte Böhmer, das zentrale Ziel der Resolution 1325, Frauen in Konfliktsituationen an Verhandlungen zu beteiligen, nicht aus den Augen zu verlieren:

Frauen müssen an der Krisenbewältigung beteiligt werden, weil der Wiederaufbau nur mit dem Beitrag von Frauen gelingen kann. Frauen müssen noch mehr und noch besser in politische Prozesse und Institutionen, bei der Planung und personellen Ausgestaltung von Friedensmissionen und bei der Verhandlung von Friedensabkommen eingebunden werden.

Frauen auf der Flucht schützen

Staatsministerin Böhmer stellte die Resolution in den aktuellen Kontext der Flüchtlingskrise.

Es sei sehr wichtig, den Blick auf die weiblichen Flüchtlinge zu richten, die oft traumatisiert sind. Berichte zeigten, dass es in Flüchtlingseinrichtungen zu Fällen sexueller Gewalt kommt: "Wir müssen uns dafür einsetzen, dass es in Flüchtlingseinrichtungen Schutzmöglichkeiten gibt, damit sich Frauen dort ohne Angst aufhalten können."

Zum Weiterlesen:

Festansprache von Staatsministerin Böhmer beim Internationalen Symposium 2015 des Nationalen Komitees Deutschland für UN WOMEN

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