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G7-Outreach: Außenminister sagen weitere 1,8 Milliarden Dollar für Flüchtlinge zu

30.09.2015 - Artikel

Vertreter der G7 und weiterer Staaten haben auf Initiative von Außenminister Steinmeier in New York getagt. Dabei vereinbarten sie, weitere 1,8 Milliarden Dollar an Flüchtlingshilfe bereitzustellen.

Deutschland hat am Dienstag (29.09.) im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft die Außenminister der Staatengruppe sowie hochrangige Vertreter weiterer Staaten zu einem Treffen in New York eingeladen. Dabei ging es um die humanitäre Situation syrischer Flüchtlinge und die Unterfinanzierung der internationalen Hilfsorganisationen. Die Außenminister sagten dabei zusätzliche 1,8 Milliarden Dollar an Unterstützung zu.

Hilfsorganisationen dramatisch unterfinanziert

Teilnehmer des G7-Outreach-Treffens in New York
Teilnehmer des G7-Outreach-Treffens in New York© Photothek / Imo

Außenminister Steinmeier hatte am Rande der UN-Generalversammlung in New York zu dem Treffen eingeladen, um die humanitäre Situation der Flüchtlinge in und um Syrien zu analysieren und über weitere Hilfsmaßnahmen zu beraten. Teilgenommen haben neben den G7-Staaten auch Österreich, Kuwait, die Niederlande, Norwegen, Qatar, Saudi Arabien, Schweden, die Schweiz, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie führende Vertreter von Hilfsorganisationen. Die Lage in den Flüchtlingslagern in den Nachbarländern Syriens ist teilweise dramatisch, da das VN-Flüchtlingswerk UNHCR und viele andere Hilfsorganisationen den aktuellen Bedarf nicht aus den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln decken können. Der weltweite Finanzbedarf für Flüchtlingshilfe wird für das Jahr 2015 auf eine Rekordsumme von 20 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Deutschland erhöht Hilfe um 100 Millionen Euro

Außenminister Steinmeier im Anschluss an die Sitzung
Außenminister Steinmeier im Anschluss an die Sitzung© Photothek / Imo

Steinmeier appellierte daher bei dem Treffen: "In einer solchen Situation ist es die Pflicht der internationalen Gemeinschaft, dafür zu sorgen, dass nicht noch dramatischere Zustände eintreten und dass wir den Hilfsorganisationen und damit vor allem auch den Flüchtlingen helfen." Die Außenminister konnten sich bei ihren Beratungen am Dienstag Abend darauf verständigen, zusätzliche Mittel in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar (rund 1,6 Milliarden Euro) zu mobilisieren, um den Flüchtlingen in der Region zu helfen. Deutschland wird dazu allein rund 100 Millionen Euro beisteuern. Steinmeier dankte im Anschluss an das Treffen den teilnehmenden Staaten für ihre Beiträge und die damit bekundete Hilfsbereitschaft.

Fluchtursachen bleiben entscheidendes Thema

Gleichzeitig betonte der deutsche Außenminister, dass über der vordringlichen Frage, wie Flüchtlinge akut versorgt werden können, keinesfalls die Arbeit an der Beseitigung der Fluchtursuchen in den Hintergrund treten dürfe. Dazu gehöre insbesondere eine Entschärfung des Konflikts in Syrien, um die es bei den weiteren Gesprächen in New York vor allem gehen werde.

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