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Der 9. Dezember ist Welt-Anti-Korruptionstag

09.12.2014 - Artikel

Korruption ist eine der größten Herausforderungen und Entwicklungshemmnisse weltweit. Der Welt-Anti-Korruptionstag soll weltweit ein größeres Bewusstsein für Korruption und ihre Folgen zu schaffen.

Der 9. Dezember ist Welt-Anti-Korruptionstag
Der 9. Dezember ist Welt-Anti-Korruptionstag© dpa/picture alliance

Korruption ist eine der größten Herausforderungen und bedeutendsten Entwicklungshemmnisse weltweit. Sie verhindert wirtschaftliches Wachstum, zerstört Wettbewerb und führt zu Ansehensverlust der betroffenen Staaten. Die Vereinten Nationen (UNO) haben den 9. Dezember zum Welt-Anti-Korruptionstag bestimmt, um weltweit ein größeres Bewusstsein für Korruption und ihre Folgen zu schaffen. Deutschland hat am 14. November das UN-Übereinkommen gegen Korruption ratifiziert und engagiert sich auch im Rahmen internationaler Organisationen aktiv im Kampf gegen Korruption.

Korruption unterminiert demokratische Institutionen, verlangsamt wirtschaftliche Entwicklung und trägt zur Schwächung von Regierungen bei. Damit zählt sie zu einer der größten Herausforderungen und Entwicklungshemmnisse weltweit.

Deutschland ratifiziert UN-Übereinkommen gegen Korruption

Deutschland hat am 14.11.14 das UN-Übereinkommen gegen Korruption (United Nations Convention Against Corruption) ratifiziert. Das weltweit erste Übereinkommen zur Bekämpfung der in- und ausländischen Korruption enthält umfassende Regelungen, um die weltweite Zusammenarbeit bei der Korruptionsbekämpfung zu verbessern.

Innerhalb der UN-Familie setzen sich vor allem das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODCUnited Nations Office on Drugs and Crime) und das UN-Entwicklungsprogramm (United Nations Development ProgrammeUNDP) für Korruptionsprävention ein.

Korruptionsbekämpfung in Afrika und Lateinamerika

Das Auswärtige Amt unterstützt mehrere Projekte der Vereinten Nationen zur Korruptionsbekämpfung: Im Rahmen eines Anti-Korruptionsprogramms des United Nations Office on Drugs and Crime sollen Länder in Westafrika in der Korruptionsbekämpfung gestärkt werden. Konkret werden investigative Journalisten und Ermittler von Anti-Korruptionseinrichtungen geschult, um erfolgreich Korruptionspraktiken aufzudecken und öffentlich zu machen. Zusätzlich soll das Training Netzwerke zwischen den Teilnehmern stärken, um auch grenzüberschreitende Korruptionsfälle gemeinsam angehen zu können.

Auch in Lateinamerika wird Korruptionsbekämpfung durch das Auswärtige Amt gefördert: In Venezuela soll ein Projekt der Nichtregierungsorganisation (NRO) "Transparencia Venezuela" die Korruptionsbekämpfung und -prävention auf lokaler Ebene stärken. Zwanzig Gemeindeverwaltungen werden durch eine eigens entwickelte Software und ein Handbuch bei der Erstellung von Rechenschaftsberichten unterstützt; außerdem werden die Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit geschult. "Transparencia Venezuela" ist ein Ableger der internationalen NRO "Transparency International".

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