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Nachhaltige Entwicklungsziele: Staatsministerin Böhmer reist nach New York

06.03.2014 - Artikel

Staatsministerin Böhmer ist vom 2.-5. März zu den Vereinten Nationen nach New York gereist, um an der Offenen Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklungsziele teilzunehmen.

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Maria Böhmer ist vom 2.-5. März zu den Vereinten Nationen nach New York gereist, um an den Beratungen der Offenen Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklungsziele teilzunehmen.

Staatsministerin Böhmer bei der offenen Arbeitsgruppe für Nachhaltige Entwicklungsziele
Staatsministerin Böhmer bei der offenen Arbeitsgruppe für Nachhaltige Entwicklungsziele© AA

Staatsministerin Böhmer ist die deutsche Vertreterin in der Offenen Arbeitsgruppe (Open Working Group) der Vereinte Nationen. Die Arbeitsgruppe soll der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Rahmen des sogenannten „Post-2015-Prozesses“ einen Vorschlag für ein System von Nachhaltigen Entwicklungszielen vorlegen.

Konkrete Entwicklungsziele identifizieren

In ihrer Rede vor der Offenen Arbeitsgruppe am 4. März betonte Staatsministerin Böhmer, nach mehreren erfolgreichen Sitzungen zur Bestandsaufnahme sei nun der Moment gekommen, in dem die Arbeitsgruppe konkrete Nachhaltige Entwicklungsziele identifizieren müsse. Nur so könne die Gruppe dem Mandat gerecht werden, das ihr bei der UN-Konferenz zur Nachhaltigen Entwicklung in Rio 2012 erteilt worden sei.

„Unsere zukünftige Agenda sollte weiterhin auf ein Ende der extremen Armut abzielen“, unterstrich Böhmer, „aber sie muss noch weiter gehen: Wir müssen ein vielschichtigeres Verständnis von Armut schaffen und soziale Ungleichheiten überwinden.“ Der Kampf gegen Hunger und Unterernährung sei entscheidend, um die extreme Armut zu beenden - aber auch Investitionen in den Bildungs- und Gesundheitssektor seien wichtige Voraussetzungen. Im Namen von Deutschland, Frankreich und der Schweiz schlug Böhmer 12 Ziele für die sogenannte „Post-2015-Agenda“ vor, die auf die Millennium-Entwicklungsziele folgen soll. Zu diesen Vorschlägen gehören ein universeller Krankenversicherungsschutz und die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen ebenso wie Gute Regierungsführung und transparente Institutionen.

Die vollständige Rede von Staatsministerin Böhmer vor der Offenen Arbeitsgruppe finden Sie hier.

Rede zum „World Wildlife Day“

Staatsministerin Böhmer bei der Podiumsdiskussion anlässlich des World Wildlife Days
Staatsministerin Böhmer bei der Podiumsdiskussion anlässlich des World Wildlife Days© AA

Beim ersten internationalen „World Wildlife Day“ der Vereinten Nationen am 3. März betonte Böhmer, der Kampf gegen Wilderei und Wildtierhandel müsse dringend ausgeweitet werden. Zum einen habe sich die Struktur des Wildtierhandels verändert: Die Wilderer, die früher vor allem durch Armut und Hunger angetrieben worden seien, seien heute oft in ein Netzwerk organisierter Kriminalität eingebunden. Das durch den Wildtierhandel erlangte Geld fließe z.B. in den Waffenhandel und trage so zur Verstärkung politischer Unruhen bei.

Zum anderen habe das Ausmaß der Wilderei dramatisch zugenommen: Während noch vor fünf Jahren in Südafrika jährlich rund ein Dutzend Nashörner gewildert wurden, sind es mittlerweile über 1000. Die vollständige Rede von Staatsministerin Böhmer lesen Sie hier.

Weitere Informationen

Rede von Staatsministerin Böhmer bei der Offenen Arbeitsgruppe für Nachhaltige Entwicklungsziele (04.03.2014) PDF / 204 KB

Eingangsstatement von Staatsministerin Böhmer zum World Wildlife Day (03.03.2014) PDF / 198 KB

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