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Bonn – Kompetenzzentrum für internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung

03.09.2018 - Artikel

Bundesstadt Bonn – Global Player für nachhaltige Entwicklung

Stadtansicht Bonn
Stadtansicht Bonn © Bundesstadt Bonn/Michael Sondermann

Bonn ist in gut zwei Jahrzehnten zu einem Zentrum für globale Zukunftsthemen geworden, zu einem „Powerhouse“ der Nachhaltigkeit, dessen Herz die Vereinten Nationen in der Bundesstadt sind. Der UN-Campus im früheren Parlamentsviertel am Rhein ist sichtbares Symbol dieses Wachstums. Hier arbeiten die ansässigen Organisationen der Vereinten Nationen, umgeben von einem Netzwerk aus Bundesministerien und Behörden, internationalen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen. Unter dem Leitmotiv der Vereinten Nationen in Bonn „Nachhaltigkeit gestalten“ wirken sie alle in einer einzigartigen Kultur von Kreativität und Kooperation zusammen.

„Die Weltklimakonferenz 2017 in Bonn hat gezeigt, dass der VN-Stand­ort Bonn auch Gastgeber für große, internationale Konferenzen sein kann. Mit dem Ausbau des UN-Campus schaffen wir die Grundlage und die Möglichkeit, das bereits bestehende Kompetenzzentrum weiter auszubauen. So schaffen wir die Voraussetzung, die zukünftigen Heraus­forderungen in den Themen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung gemeinsam bewältigen zu können“, so Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Neben der täglichen Arbeit der Vereinten Nationen und ihrer Partner spielt Bonn als Kongressstadt eine wichtige Rolle im internationalen Kontext der Nachhaltigkeit. Hier trifft sich die Staatengemeinschaft zu Konferenzen über die großen Zukunftsthemen wie Biodiversität, Klimaschutz oder Erneuerbare Energien.

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: „Klima- und Nachhaltigkeitspolitik wird in Bonn global gestaltet und lokal gelebt.“

Bonn bringt sich in nachhaltige Städtenetzwerke ein und ist als Universitäts- und Wissenschaftsstandort international exzellent aufgestellt. Die Stadt wirbt mit dem Slogan „Sustainable Bonn“ und legt dabei Wert darauf, die Bürgerinnen und Bürger durch viele Initiativen für Wirtschaft und Gesellschaft mit ins Boot zu nehmen. Nur zwei Beispiele: die Bonner „Klimabotschafter“ oder das lokale Netzwerk für nachhaltige Wirtschaft „Ökoprofit-Club“. Seit 2010 ist Bonn zudem „FairTrade Town“ und aktiver Teil des gleichnamigen Netzwerks. Seit Mai 2016 gehört Bonn ferner zu den bundesweit vier „Netzstellen Nachhaltigkeit“. In der Kooperation mit Kommunen aus den Ländern des Südens engagiert sich Bonn im Rahmen globaler Projektpartnerschaften in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit.

Synergien in der Bundesstadt – fachlich, politisch und medial

UN-Campus mit Post-Tower
UN-Campus mit Post-Tower © Volker Lannert

Bonn wurde – nach fünf Jahrzehnten als Parlaments- und Regierungssitz – 1994 der Status „Bundesstadt“ verliehen und somit seine Rolle als zweites politisches Zentrum der Bundesrepublik Deutschland festgeschrieben. Bonn ist erster Dienstsitz von sechs Bundesministerien, darunter die Ministerien für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie für Bildung und Forschung (BMBF). Die anderen Bundesministerien sind mit einem zweiten Dienstsitz präsent. Das Auswärtige Amt als Ansprechpartner der Internationalen Organisationen in Deutschland ist mit einem Verbindungsbüro vor Ort vertreten und dokumentiert damit die besondere politische Bedeutung Bonns als Standort der Vereinten Nationen für die Bundesrepublik. Das Verbindungsbüro ist für die politische Koordination der Angelegenheiten des UN-Campus in Bonn sowie für Ansiedlungs- und Statusfragen aller Internationalen Organisationen in Deutschland zuständig und steht deren Bediensteten und ihren Familienangehörigen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Neben den Bundesministerien befindet sich eine Vielzahl weiterer Bundesbehörden in Bonn, z.B. das Bundesamt für Naturschutz, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung oder der – auch international tätige – Bundesrechnungshof. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat ihren Sitz in Bonn, und Bonn ist einer von zwei Sitzen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Ferner sind in der Bundesstadt Bonn nach wie vor diplomatische und konsularische Vertretungen ansässig.

Nach der Verlegung von Regierungs- und Parlamentssitz nach Berlin hat die Bundesstadt Bonn ein einzigartiges Profil als Kompetenzzentrum für internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung erlangt. Auf dem UN-Campus – unweit der Rheinpromenade und mit Blick auf das Naturschutzgebiet Siebengebirge – arbeiten nahezu 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vereinten Nationen in rund 20 UN-Einrichtungen. Sie sind vernetzt mit zahlreichen Bonner Akteuren aus dem Nachhaltigkeitsspektrum – u.a. mit dem Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt (Global Crop Diversity Trust), dem Innovations- und Technologie-Zentrum der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA IITC), dem Umweltrechtsprogramm der Weltnaturschutzunion (IUCN ELC) sowie mit rund 150 nationalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen. Wissenschaftliche Institute und innovative Unternehmen ergänzen das internationale Umfeld.

Für die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen in Bonn weiterhin von Vorteil: Bonn ist im Kontext der globalisierten Medienkultur gut aufgestellt. Der Auslandssender Deutsche Welle mit seinem Hauptsitz in unmittelbarer Nachbarschaft zum UN-Campus setzt in seiner Berichterstattung und diversen Veranstaltungsformaten einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeitsthemen. Die Deutsche Welle produziert und verbreitet TV- und online-Beiträge in 30 Sprachen und erreicht damit 118 Millionen Menschen weltweit. Der in Bonn ansässige Ereignis- und Dokumentationskanal Phoenix berichtet regelmäßig über die Aktivitäten der Vereinten Nationen, ebenso wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR).

www.bonn-international.org

www.unbonn.org/de/

www.dw.com

www.phoenix.de

www.wdr.de

Internationaler Konferenzstandort – Fokus Nachhaltigkeit

Das World Conference Center in Bonn
Das World Conference Center in Bonn © AA

Die Stadt Bonn zählt in Deutschland zu den herausgehobe­nen Konferenzstandorten. Seit Eröffnung des Hauptgebäudes des World Conference Center Bonn im Juni 2015 hat sich das WorldCCBonn als eines der modernsten Kongresszentren Europas etabliert und zieht verstärkt Konferenzen und Tagungen aller Art nach Bonn. Bis zu 7.000 Gäste finden in den Räumlichkeiten Platz.

Als bis dato größte zwischenstaatliche Konferenz in Deutschland fand 2017 die Weltklimakonferenz, COP23, mit 22.000 Delegierten im WorldCCBonn und in eigens für die Konferenz errichteten temporären Bauten statt. Die UN SDG Action Campaign nutzte das unmittelbar neben dem UN-Campus gelegene Konferenzareal des WorldCCBonn, um 2017 das Global Festival of Ideas und 2018 das Global Festival of Action auszurichten. Zahlreiche andere Ver­anstaltungen am Konferenzstandort Bonn sind globalen Fragen gewidmet, so das G20-Außenministertreffen im Februar 2017, das Global Landscapes Forum im Dezember 2017 oder auch regel­mäßig stattfindende Konferenzen wie die der Subsidiary Bodies von UNFCCC und das Global Media Forum der Deutschen Welle. Ein weiteres Highlight ist das Partnerships Forum des Freiwilli­genprogramms der Vereinten Nationen (UNV), 2014 und 2016 im WorldCCBonn eingeführt.

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und das Biodiversitätsnetzwerk Bonn (BION) nutzen den Konferenzstandort ebenso wie das Städtenetzwerk ICLEI, dessen Präsident der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan ist. ICLEI – Local Governments for Sustainability hat hier 2010 die Kon­ferenzreihe „Resilient Cities“ ins Leben gerufen. Das Land Nord­rhein-Westfalen, das sich wie der Bund für die deutsche VN-Stadt stark macht, zählt ebenfalls zu den Nutzern.

Dabei wird das Prinzip Nachhaltigkeit am Konferenzstandort Bonn nicht nur thematisch, sondern auch hinsichtlich der Beachtung von ökologischen Standards im Konferenzmanagement umgesetzt. Seit 2006 sind zahlreiche Bonner Hotels, Caterer und Veranstaltungs­stätten im Projekt „Sustainable Bonn-Konferenzort der Nachhaltigkeit“ vernetzt und stellen ihr eigenes Handeln kontinuierlich auf den Prüfstand. Die COP23 wurde als erste Weltklimakonferenz offiziell als umweltfreundlich ausgezeichnet und EMAS-zertifiziert.

Organisationen wie das Städtenetzwerk „ICLEI – Local Governments for Sustainability“, in dem die Stadt Bonn Mitglied ist, mit der seit 2010 etablierten Konferenzreihe „Resilient Cities“ nutzen den Konferenzstandort ebenso wie die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder das Biodiversitätsnetzwerk Bonn (BION). Das Land Nordrhein-Westfalen, das sich wie der Bund für die deutsche UN-Stadt stark macht, zählt ebenfalls zu den Nutzern. Und das jährlich stattfindende Global Media Forum der Deutschen Welle zieht Medienschaffende aus aller Welt an.

Dabei wird das Prinzip Nachhaltigkeit am Konferenzstandort Bonn nicht nur thematisch, sondern auch hinsichtlich der Beachtung von ökologischen Standards im Konferenzmanagement umgesetzt. Seit 2006 sind zahlreiche Bonner Hotels, Caterer und Veranstaltungsstätten im Projekt „Sustainable Bonn – Konferenzort der Nachhaltigkeit“ vernetzt und stellen ihr eigenes Handeln kontinuierlich auf den Prüfstand.

www.bonn-international.org/conferencesevents.html

www.worldccbonn.com

www.bonn-region.de

Wissenschaftsregion – Europäische Nummer eins

caesar - center of advanced european studies and research in Bonn
caesar - center of advanced european studies and research in Bonn © Bundesstadt Bonn/Michael Sondermann

Die Region rund um die nordrhein-westfälischen Städte Aachen, Bonn und Köln mit ihren herausragenden Universitäten gilt als die dichteste Forschungs- und Technologielandschaft in Europa. Der Wissenschaftsstandort Bonn, an dem auch das Bundesmi­nisterium für Bildung und Forschung (BMBF) seinen ersten Sitz hat, ist international ausgerichtet und trägt dazu bei, nachhaltige Entwicklung weltweit voranzubringen. Unter den ansässigen Wissenschaftseinrichtungen, internationalen Organisationen und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, gegrün­det 1818, mit ihren heute 34.000 Studierenden aus insgesamt 138 Ländern, ergeben sich vielseitige Möglichkeiten der Zusammen­arbeit in zukunftsrelevanten Forschungsfeldern wie menschliche Sicherheit, Klima- und Wasserforschung, biologische Vielfalt oder Ernährungssicherheit. Universität und Stadt Bonn haben 2014 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Sie soll das Allein­stellungsmerkmal des Standortes – starke VN-Präsenz plus ausgeprägtes Nachhaltigkeitscluster – noch wirksamer zur Geltung bringen, indem strategische Partnerschaften zwischen Akteuren aus der Wissenschaft und aus anderen Bereichen etabliert, weiter ausgebaut und in innovativen Veranstaltungsformaten sichtbar gemacht werden.

Schon mit der Ansiedlung der ersten VN-Sekretariate wurde der Wissenschaftsraum Bonn gestärkt und um internationale Akzente ergänzt; seither hat sich die Wissenschaftslandschaft in und um Bonn erheblich diversifiziert und vernetzt. Die Universität Bonn – mit ihrer traditionell starken Landwirtschaftlichen Fakultät und ihrem bedeutenden Geographischen Institut, den bekannten Bo­tanischen Gärten und dem Forschungsmuseum Alexander Koe­nig – arbeitet und forscht inzwischen auch in zahlreichen neuen Disziplinen zu Nachhaltigkeitsthemen, und dies in zunehmendem Maße interdisziplinär. Das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) und das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) sind zu wichtigen Pfeilern der internationalen Forschungs­bestrebungen in zukunftsbestimmenden Themenbereichen der Menschheit geworden. Das in Bonn ansässige Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) zählt inzwischen zu den wichtigsten Think Tanks weltweit. Ein gemeinsamer Studiengang „Geogra­phy of Environmental Risk and Human Security“ der Universität Bonn und der Universität der Vereinten Nationen (UNU) wurde erfolgreich eingerichtet – akkreditiert mit dem weltweit ersten Joint-Master-Abschluss zwischen einer Universität und der UNU. Hierzu Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF: „Mit der Förderung der UNU bekennen wir uns zu Bonn als internationalem Forschungs- und Wissenschaftsstandort. In Bonn hat die UNU ein her­vorragendes Umfeld, um weltweite Forschungsprojekte praxisorientiert und interdisziplinär aufzusetzen.“

Auch die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat einen thematischen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit gelegt und bietet einen NGO-Stu­diengang an. Ein weiteres gelungenes Beispiel für zielgerichtetes Zusammenwirken unterschiedlichster Akteure ist das Biodiversitätsnetzwerk Bonn (BION). Es hat inzwischen fast 60 Mitglieder und verbindet Wissenschaft aus verschiedenen Disziplinen mit renom­mierten internationalen, nationalen und regionalen Einrichtungen. Im Bereich Technik und Forschung ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn tätig und trägt z.B. zum Funktionieren des Frühwarnsystems UNISDR sowie zur Arbeit von UN-SPIDER bei. Bonn ist zudem Standort von sechs Fraunhofer-In­stituten sowie des Internationalen Konversionszentrums BICC.

Die Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung ist ein 2017 gegründeter Zusammenschluss von Instituten der Universität Bonn, dem Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS), dem BICC, DIE und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Die Allianz hat das Ziel, die Forschung auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung und des globalen Wandels zu stärken und die vielfältigen Kompetenzen auf diesem Gebiet weiter auszubauen.

www.wissenschaftsregion-bonn.de

www.uni-bonn.de/internationales

Mitten in Europa – Stadt der kurzen Wege

UN Campus Bonn am Rhein
UN Campus Bonn am Rhein © UN Bonn/Volker Lannert

Ob Brüssel, London oder Paris – Bonn liegt zentral und profitiert von seiner geografischen Nähe zu den wichtigen Metropolen des Kontinents. Dabei ist Mobilität ein wichtiger Standortfaktor für den VN-Standort Bonn. Drei internationale Flughäfen (Köln/ Bonn, Düsseldorf und Frankfurt a.M.) verbinden Bonn mit der Welt. Der Flughafen Köln/Bonn ist nur 22 Kilometer vom Stadt­gebiet entfernt; öffentliche Verkehrsmittel fahren ihn in weniger als einer halben Stunde an.

Nach Berlin, Brüssel oder Paris fahren Hochgeschwindigkeitszüge wie ICE oder Thalys. Ein dichtes Autobahnnetz mit unmittelbarer Anbindung an die Bundesstadt trägt zur Erreichbarkeit der euro­päischen Metropolen bei.

Die Stadt Bonn selbst verfügt über ein sehr gut vernetztes Nahver­kehrssystem mit Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, ferner ei­ner Vielzahl von Buslinien und mehreren Rheinfähren. Innerhalb Bonns ist der Campus der Vereinten Nationen durch öffentliche Verkehrsmittel mit kurzen Taktzeiten hervorragend angebunden. Ein eigener Eisenbahn-Haltepunkt „UN-Campus“ wurde 2017 in Betrieb genommen.

Auch das dichte Fahrradwegenetz wird von Berufstätigen gerne und intensiv genutzt. Denn Bonn ist eine Stadt der kurzen Wege. In gut 20 Minuten ist jeder Ort innerhalb des Stadtgebiets zu er­reichen – ein Beitrag zur Lebens- und Arbeitsqualität, der von den Bewohnern sehr geschätzt wird.

www.koeln-bonn-airport.de

www.dus.com

www.frankfurt-airport.com

www.bahn.de

www.vrsinfo.de

www.radstation-bonn.de

www.carsharing-news.de/carsharing-bonn

Exzellente Lebensbedingungen – grüne Großstadt mit Herz

Universität Bonn - Hofgarten
Universität Bonn - Hofgarten © Volker Lannert

Bonn – europäisch geprägte Stadt im Süden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen – hat eine hohe Bevölkerungsdichte: Auf dem Stadtgebiet mit einer Fläche von 141 Quadratkilometern leben rund 320.000 Einwohner. Dabei ist Bonn eine grüne Stadt mit einem ho­hen Anteil an Waldflächen und Natur sowie Landschaftsschutzge­bieten. Bonn gehört zu den Städten mit der höchsten Lebensquali­tät in Deutschland – modern, urban, aber überschaubar. Der liberale rheinische Lebensstil, eine hervorragende Infrastruktur, ein breites Kultur- und Freizeitangebot und nicht zuletzt hohe Umweltstan­dards tragen dazu bei, dass es sich hier sehr gut leben lässt.

Aufgrund seiner Standortqualitäten zieht Bonn hochqualifizier­te Arbeitnehmer, Dienstleister und junge Akademiker an. Die Lebenshaltungskosten sind im internationalen Vergleich günstig, Dienstleistungen und Einkaufsmöglichkeiten aller Art – auch für umweltbewusste Verbraucher – sind in Bonn selbstverständlich, von preiswerten Gütern des Alltags bis zu Luxusartikeln und Produkten aus aller Welt.

Auf dem Bonner Immobilienmarkt steht vergleichsweise bezahlba­rer und hochwertiger Wohnraum aller Kategorien zur Verfügung – von den anspruchsvollen Altbauten der Gründerzeit in der Bonner Südstadt bis zum stadtnahen Familienhaus im Grünen. In der Nähe der Wohngebiete erleichtern naturnahe, sichere Kinderspielplätze, Sportplätze und Schwimmbäder den Alltag von Familien; zahlreiche Kulturangebote sind auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet.

Bonn ist eine multikulturelle Stadt mit internationalem Flair, in der Menschen aus der ganzen Welt willkommen sind und sich – umgeben von einer Vielfalt an Sprachen und Kulturen – schnell heimisch fühlen. Die Bevölkerung Bonns ist traditionell multikul­turell, gebildet und weltoffen. Bonn ist die Stadt mit der größten Akademikerdichte in Deutschland. Rund 25 Prozent der insgesamt 165.000 Beschäftigten am Arbeitsort Bonn verfügen über einen Hochschulabschluss. In Bonn leben Menschen aus 175 Nationen friedlich miteinander – eine Vielfalt an Kulturen, ethnischen Grup­pen, Religionen und Sprachen. Jeder siebte Einwohner Bonns hat einen ausländischen Pass.

Doch Bonn ist nicht nur ein guter Arbeitsort. Die Geburtsstadt Ludwig van Beethovens mit ihrem weltbekannten jährlichen Beethoven-Fest, dem genreübergreifenden Bonner Schumannfest sowie der attraktiven Museumsmeile und zahlreichen anderen Museen ist auch ein Touristenmagnet mit jährlich 1,5 Millionen Übernachtungen.

Auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung und der modernen Medizin ist Bonn ebenfalls eine führende internationale Adresse. Die Stadt verfügt über rund 20 Krankenhäuser, Fachambulanzen und Tageskliniken sowie das Universitätsklinikum Bonn mit über 30 klinischen Abteilungen und 20 Forschungseinrichtungen. Etwa 2.700 Ärzte, die über 40 Fachgebiete vertreten, sind in den Bonner Krankenhäusern und Arztpraxen tätig. 24.700 Menschen arbeiten im Gesundheitswesen.

www.beethovenfest.de

www.bthvn2020.de

www.bonn-region.de

www.nrw-tourismus.de

www.museumsmeilebonn.de

www.bonn.de/tourismus_kultur_sport_freizeit/freizeitpark_rheinaue

www.botgart.uni-bonn.de

Bildungsstadt Bonn – international und multikulturell

Tag der Vereinten Nationen auf dem Bonner Marktplatz
Tag der Vereinten Nationen auf dem Bonner Marktplatz © Bundesstadt Bonn/Jörg Sänger

Bonn ist eine Bildungsstadt, die über ein großes und vielfältiges Angebot an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen verfügt. Am UNO-Standort Bonn gibt es mehrere internationale Schulen wie z.B. die Bonn International School (BIS) und die Independent Bonn International School (IBIS). Internationale, bilinguale Schu­len und Kindergärten haben in der deutschen Stadt der Vereinten Nationen eine lange Tradition, man ist erfahren im Umgang mit den speziellen Bedürfnissen der „Expat-Community“. Die Gebüh­ren der Privatschulen sind im internationalen Vergleich moderat; städtische Schulen sind gebührenfrei.

In Bonn gibt es 50 offene Ganztagsschulen und 100 allgemein-oder berufsbildende Schulen. Auch für die Kleinsten ist in den städtischen und privaten Kindergärten und -tagesstätten gesorgt. Unweit des UN-Campus steht für die Kinder der Mitarbeite­rinnen und Mitarbeiter der Vereinten Nationen ab dem vierten Lebensmonat bis zum Beginn der Schulpflicht eine internationale Kindertagesstätte mit Ganztagsbetreuung zur Verfügung.

Es gibt bereits in der Grundschule vielfältige Möglichkeiten, zusätzlichen Unterricht in der Muttersprache zu erhalten. Schüler können in Bonn neben dem deutschen Abitur u.a. das interna­tionale Baccalaureat (IB) oder das französische „Bac“ erwerben. Nachträgliche Schulabschlüsse sind ebenso möglich wie spezielle Profile multikultureller Bildung.

Die Bonner Schulen arbeiten konstruktiv mit der Universität Bonn zusammen und bieten bei vielen Gelegenheiten – wie der jährlichen Wissenschaftsnacht oder den Kinder-Uni-Veran­staltungen – gute Möglichkeiten, den Nachwuchs früh für die Wissenschaft zu begeistern.

www.bonn.de

www.bonn.de/familie_gesellschaft_bildung_soziales/index.html

www.bonn-is.de

www.ibis-school.com

www.awo-bonn-rhein-sieg.de/angebote/kitas/einrichtungen/kitas/internationale-kita-bonn.html

UN-Organisationen in Bonn

Organisationen der Vereinten Nationen in Bonn

www.unbonn.org

Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation

www.unccd.int

Bonner Rheinaue
Bonner Rheinaue © Volker Lannert

Sekretariat des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten

www.cms.int

Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel

www.unep-aewa.org

Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der Kleinwale in der Nord- und Ostsee, dem Nordatlantik und der Irischen See

www.ascobans.org

Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen

www.eurobats.org

Internationales Zentrum für Berufsbildung der UNESCO

www.unevoc.unesco.org

Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen

www.unfccc.int

UN Global Human Resources Services Centre (OneHR)

http://onehr.webflow.io

Büro für Investitions- und Technologieförderung der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung

https://isid.unido.org/itpo.html

Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen

www.ipbes.net

Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge der Vereinten Nationen – Büro Bonn

www.unisdr.org

Plattform der Vereinten Nationen für raumfahrtgestützte Informationen für Katastrophenmanagement und Notfallmaßnahmen

www.un-spider.org

Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa – Verbindungsbüro in Deutschland

www.unric.org/de

Aktionskampagne für die Ziele der Vereinten Nationen für nach­haltige Entwicklung

www.sdgactioncampaign.org

Wissenszentrum für Nachhaltige Entwicklung der Fortbildungsakademie des Systems der Vereinten Nationen

www.unssc.org

Universität der Vereinten Nationen – Vizerektorat in Europa

www.vie.unu.edu

Universität der Vereinten Nationen – Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit

www.ehs.unu.edu

Universität der Vereinten Nationen – Vizerektorat in Europa – Programm für nachhaltige Kreisläufe

https://ehs.unu.edu/vice-rectorate/sustainable-cycles-scycle#overview

Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen

www.unv.org

Weltgesundheitsorganisation – Regionalbüro Europa, Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit

www.euro.who.int/envhealth

Weitere Internationale Organisationen:

Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt

www.croptrust.org

Innovations- und Technologie-Zentrum der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien

www.irena.org

Umweltrechtsprogramm der Weltnaturschutzunion

www.iucn.org

Die Vereinten Nationen in Bonn – eine kurze Chronik

UN-Fahne vor dem UN-Tower in Bonn
UN-Fahne vor dem UN-Tower in Bonn © Bundesstadt Bonn/Michael Sondermann

  • 1951: Das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf (UNHCR) eröffnet ein Verbindungsbüro in Bonn.
  • 1979: In Bonn wird das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS) unterzeichnet, bekannt als „Bonner Konvention“.
  • 1984: Das UNEP/CMS-Sekretariat nimmt seine Arbeit in Bonn auf.
  • 1990: Mit der deutschen Einheit und der parlamentarischen Entscheidung über den Umzug von Teilen der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages nach Berlin verstärken die drei Akteure – Bund, Land Nordrhein-Westfalen und Stadt Bonn – gemeinsam ihre Anstrengungen für den Auf- und Ausbau des UN-Standortes Bonn.
  • 1994: Das Gesetz zur Umsetzung des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991 zur Vollendung der Einheit Deutschlands (Berlin/Bonn-Gesetz) tritt in Kraft: Die Rolle Bonns als Standort für Entwicklungspolitik sowie für die Einrichtung und Ansiedlung nationaler, internationaler und supranationaler Einrichtungen wird festgeschrieben.
  • 1996: Die Flagge der UN wird vor dem Haus Carstanjen gehisst – UNV, UNFCCC, UNIC (heute UNRIC) beziehen die historische Liegenschaft, gefolgt von UNEP/CMS und UNEP/EUROBATS.
  • 1998 bis 2000: UNCCD, UNEP/ASCOBANS und UNEP/AEWA ziehen in Haus Carstanjen ein.
  • 2001: WHO-ECEH eröffnet ein Regionalbüro für Europa im ehemaligen Abgeordnetenhochhaus „Langer Eugen“ (benannt nach dem ehemaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmeier).
  • 2002: UNESCO-UNEVOC, das internationale Zentrum für Berufsbildung, lässt sich im Langen Eugen nieder.
  • 2003: Die Bundesregierung beschließt in Übereinstimmung mit der Stadt Bonn, den UN ein großes Gelände im ehemaligen Parlamentsviertel mit seinen Bundestagsbauten zur Verfügung zu stellen. Beginn des Baus auf dem geplanten Campus. UNU-EHS nimmt seine Arbeit in Bonn auf.
  • 2004: UNISDR eröffnet in Bonn die Plattform zur Förderung der Frühwarnung. Ein Verbindungsbüro zu dem neuen Regionalen Informationszentrum der UN in Westeuropa mit Sitz in Brüssel wird in Bonn eröffnet (UNRIC, ersetzt UNIC).
  • 2006: Bundeskanzlerin Angela Merkel übergibt das neue UN-Gelände auf historischem Grund an den damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan. Die UN-Fahne weht fortan am Bürohaus „Langer Eugen“ am Rhein. Die UNWTO-Beratungsstelle für biologische Vielfalt und Tourismus für vom Tsunami betroffene Länder nimmt ihre Arbeit in Bonn auf.
  • 2007: UNU-IHDP, UNU-ViE, UNW-DPC und UNOOSA-UN-SPIDER werden auf dem UN-Campus angesiedelt.
  • 2010: UNU-ISP zieht auf den UN-Campus.
  • 2013: Mit dem ehemaligen 2Alten Abgeordnetenhochhaus„ wird ein weiteres Gebäude auf dem UN-Campus Bonn zur Verfügung gestellt, das UNFCCC mit einem Teil seines Personals als Sitz dient. Die Liegenschaft wurde auf Betreiben der Bundesregierung nach ökologisch vorbildlichen Standards saniert und erweitert.
  • 2014: Das Biodiversitätsgremium IPBES nimmt die Arbeit auf dem UN-Campus auf.
  • 2015: Der neue Konferenzbau des WorldCCBonn wird in Gegenwart von UN Generalsekretär Ban Ki-moon und Bundesaußenminister Steinmeier eröffnet. In die Realisierung haben Bund, Stadt Bonn und das Land Nordrhein-Westfalen beträchtliche Finanzmittel investiert.
  • 2016: Im Haus Carstanjen werden das Wissenszentrum für Nachhaltige Entwicklung der Fortbildungsakademie des Systems der Vereinten Nationen und die Aktionskampagne für die Ziele der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung angesiedelt.

    Grundsteinlegung für den Erweiterungsneubau des UN-Campus, der 330 neue Büros in einem nach höchsten ökologischen Standards zertifizierten Gebäude bieten wird. Auf dem UN-Campus wird auch das – früher als Plenarsaal des Deutschen Bundestags genutzte – ehemalige Wasserwerk am Rhein für den Konferenzbetrieb modernisiert.
  • 2017: Die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung eröffnet ein Büro für Investitions- und Technologieförderung in Bonn.

  • Perspektive 2020: Bundesregierung, Land Nordrhein-Westfalen und Stadt Bonn engagieren sich stark für den weiteren Ausbau des VN-Standortes Bonn. Dazu gehört unter anderem die Ansiedlung von weiteren Einrichtungen der Vereinten Nationen, die Unterstützung der laufenden Konferenz­tätigkeit der VN vor Ort oder die Förderung einzelner VN-Projekte.

Linkliste

www.diplo.de/un-in-deutschland

www.unbonn.org

www.unric.org

www.bonn.de/@uno-stadt

www.bonn-international.org

www.unv.org

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