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Außenminister Gabriel bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York

19.09.2017 - Artikel

Nirgends rückt die Welt so dicht zusammen wie an diesen Tagen in New York. Wenn sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (VN) in dieser Woche zu ihrer 72. Generalversammlung treffen, stehen internationale Krisen und Konflikte im Vordergrund.

Außenminister Gabriel mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen Guterres.
Außenminister Gabriel mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen Guterres.© photothek.net

In einer Vielzahl bilateraler Gespräche und Veranstaltungen wird dort um Lösungen gerungen. Da darf trotz der Wahlen am 24.09. der deutsche Außenminister nicht fehlen.

Außenminister Sigmar Gabriel ist zur Generalversammlung der Vereinten Nationen nach New York gereist. Der Atomkonflikt mit Nordkorea, Diskussionen um das Nuklearabkommen mit Iran, die Entwicklungen in der Ostukraine und die Lage von Geflüchteten aus Myanmar: Die Vollversammlung, zu der Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt anreisen steht im Zeichen von zahlreichen Krisen.

Deutsche Stimme für Abrüstung erheben

Ich bin fest davon überzeugt, dass es unsere, die besondere deutsche Aufgabe ist, für Entspannung, für politischen Dialog, für diplomatische Lösungen, für Solidarität, Zusammenarbeit und friedlichen Austausch zu werben – zwischen Ost und West genauso wie zwischen Nord und Süd

Abkommen mit Iran erhalten, Verbreitung von Nuklearwaffen stoppen

Großes Interesse: Außenminister Gabriel spricht vor Journalisten in NEw York.
Großes Interesse: Außenminister Gabriel spricht vor Journalisten in NEw York.© photothek.net

Am ersten Tag seiner Reise führte Gabriel zahlreiche Gespräche, unter anderem mit seinen Amtskollegen aus Iran, Saudi-Arabien, China und der Ukraine. Mit Blick auf das Atomabkommen mit Iran warb Gabriel dafür, das unter großen Anstrengungen ausgehandelte Vertragswerk nicht zu gefährden. „Wir haben in den letzten zwei Jahren erlebt, dass das Abkommen funktioniert und eine gefährliche nukleare Proliferation in der Region verhindert hat“, so der Außenminister.

Die Krise um den Atomstreit mit Nordkorea zeigt, wie akut das Risiko einer weltweiten nuklearen Aufrüstung geworden ist. „Wenn es der internationalen Staatengemeinschaft nicht gelingt, die Entwicklung von Atomwaffen in Nordkorea zu verhindern, werden andere Staaten folgen und sich auch atomar bewaffnen“, sagte Gabriel in New York.

Starke VN mit Deutschland im Sicherheitsrat

Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen© picture alliance / dpa

Es gibt keinen Ort, an dem sich internationale Konflikte besser mit allen beteiligten Akteuren besprechen lassen, als im Rahmen der VN-Woche. Außenminister Gabriel dazu: „Wir brauchen sicher mehr Vereinte Nationen und nicht weniger: Die Werte der Charta der Vereinten Nationen, die Zusammenarbeit aller unter dem Dach der Vereinten Nationen ist in diesen Zeit der Krisen und Konflikte vielleicht wichtiger denn je.“ Deshalb ist es notwendig, die Vereinten Nationen dauerhaft in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken. Deshalb wird Sigmar Gabriel an hochrangigen Treffen zu den von Generalsekretär Guterres geplanten umfangreichen Reformen teilnehmen. Deutschland unterstützt die Bemühungen des Generalsekretärs und setzt sich besonders für eine Reform des Sicherheitsrates ein.

Zum Weiterlesen:

Deutschland in den Vereinten Nationen

In Friedensmission: Deutschland als Partner im UN-Peacekeeping

Außenminister Gabriel vor der Abreise nach New York

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