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Internationales Krisenmanagement

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Internationales Krisenmanagement ist eine wichtige Aufgabe der NATO.

Internationales Krisenmanagement ist eine wichtige Aufgabe der NATO. Sichtbarstes Zeichen für das Wirken der NATO in diesem Bereich sind ihre Einsätze. Die Allianz leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung in Krisengebieten und im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Derzeit werden im NATO-Rahmen folgende Einsätze durchgeführt:

  • Resolute Support (RS) in Afghanistan: Seit dem Ende der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force Afghanistan, ISAF) unterstützt die NATO Afghanistan seit Januar 2015 in der Resolute Support Mission durch Ausbildung, Beratung und Unterstützung seiner Verteidigungs- und Sicherheitskräfte. Diese sollen so in die Lage versetzt werden, ihre alleinige Sicherheitsverantwortung für das gesamte Land besser umsetzen zu können. Resolute Support ist somit, anders als seine Vorgängermission ISAF, kein Kampfeinsatz. 2018 werden die ca. 16.000 Soldatinnen und Soldaten der NATO und ihrer operationellen Partner im Raum Kabul und vier regionalen Speichen tätig sein. Deutschland ist mit bis zu 980 Soldatinnen und Soldaten an Resolute Support beteiligt und verantwortet die Speiche Nord, mit Zentrum in Masar-e Scharif in der Provinz Balkh. In Masar-e Scharif sind ca. 1.500 Soldatinnen und Soldaten stationiert, Deutschland stellt etwa die Hälfte dieser Kräfte und wird von 19 weiteren operationellen Partnern unterstützt. Die Speichen im Süden und Osten, in den Städten Kandahār und Dschalalabad werden von den USA und die Speiche im Westen, in der Stadt Herat, wird von Italien verantwortet. Bei ihrem Treffen im November haben die Verteidigungsminister der NATO die Fortsetzung der Mission auch über 2017 hinaus bestätigt.
  • Kosovo Force (KFOR): Seit 1999 leistet KFOR einen Beitrag zu einem sicheren und stabilen Umfeld in Kosovo und stärkt so, wie auch die EU-Mission EULEX , das dreistufige Sicherheitskonzept. KFOR unterstützt den Aufbau eines stabilen, demokratischen und multi-ethnischen Staat Kosovo und seiner Sicherheitsstrukturen. KFOR arbeitet dabei eng mit der kosovarischen Regierung, den lokalen Autoritäten und anderen internationalen Organisationen (EU, Vereinte Nationen) zusammen. Derzeit beteiligen sich 28 Nationen mit insgesamt ca. 4.000 Soldaten an dem Einsatz. Deutschland ist nach den USA, Italien und Österreich der viertgrößte KFOR-Truppensteller. Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Stabilisierung der Sicherheitslage in Kosovo ist perspektivisch eine schrittweise Truppenreduzierung von KFOR geplant.
  • Operation Sea Guardian (OSG): Mit dem NATO-Gipfel in Warschau hat die NATO eine neue maritime Sicherheitsoperation im Mittelmeer beschlossen. Die Operation Sea Guardian folgt auf die bereits 2001 begonnene Operation Active Endeavour. OSG ist mit der Überwachung der Seegebiete des Mittelmeers, einem Beitrag zum maritimen Kapazitätsaufbau der Anrainerstaaten und der Unterstützung bei der Bekämpfung von Terrorismus betraut. Rechtliche Grundlage der Operation ist das allgemeine Seerecht. Die Operation soll auch die EU und deren Marinemission EUNAVFOR Med Operation Sophia, z. B. bei der Durchsetzung des Waffenembargos gegenüber Libyen, unterstützen und ergänzen.

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