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G7/G8

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Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die Vereinigten Staaten arbeiten zusammen in der Gruppe der Sieben (G7). In diesem Format beraten sie über Weltwirtschaft, Außen- und Sicherheitspolitik, Entwicklung und Klima.

1975: Erster Weltwirtschaftsgipfel

Gruppenfoto der Staats- und Regierungschefs beim Weltwirtschaftsgipfel 1975. Für Deutschland nahm Helmut Schmidt teil (2.v.l.).
Gruppenfoto der Staats- und Regierungschefs beim Weltwirtschaftsgipfel 1975. Für Deutschland nahm Helmut Schmidt teil (2.v.l.).© dpa/picture-alliance

In den 1970er-Jahren veränderte sich die Weltwirtschaft gravierend: die erste Ölkrise erschütterte die Märkte und das System fester Wechselkurse zeigte durch den anwachsenden Welthandel immer größere Schwachstellen. Zum ersten Mal trafen deshalb 1975 die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und den USA auf Schloss Rambouillet in Frankreich zu einem „Weltwirtschaftsgipfel“ zusammen. Mit der Teilnahme Kanadas im darauf folgenden Jahr war die Gruppe der G7 komplett – seitdem finden jährliche Treffen der Industrieländer statt, um über aktuelle politische und wirtschaftliche Themen zu beraten.

Bis März 2014 tagte die Gruppe im G8-Format mit Russland. Aufgrund der Verletzung der Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Ukraine durch die Russische Föderation beschlossen die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden sieben Länder, sich bis auf Weiteres im kleineren G7-Rahmen zu treffen.

Der Vorsitz in der Gruppe wechselt jährlich unter den Mitgliedern. Deutschland führte die Gruppe zuletzt 2015 an, der Gipfel fand im Juni auf Schloss Elmau in Bayern statt.

Jährliche Gipfeltreffen

Arbeitssitzung des G7-Gipfeltreffens auf Schloss Elmau, 08.06.2015
Arbeitssitzung des G7-Gipfeltreffens auf Schloss Elmau, 08.06.2015© Bundesregierung/Kugler

Der sichtbarste Teil des Gipfel-Prozesses sind die jährlichen Gipfeltreffen, zu denen die Staats- und Regierungschefs üblicherweise zur Jahresmitte vom Vorsitz eingeladen werden. Diese Treffen bieten ihnen die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch ihre Standpunkte auszutauschen. Sie sind außerdem Ausgangspunkt gemeinsamer Initiativen.

Außenministertreffen im Rahmen der G7

Neben den Gipfeltreffen gibt es regelmäßige Zusammenkünfte der Außenminister der G7, um außen- und sicherheitspolitische Fragen zu erörtern.

Das erste G7-Außenministertreffen unter deutscher Präsidentschaft fand am 25. September 2014 am Rande der UN-Generalversammlung in New York statt, das zweite am 14. und 15. April 2015 in Lübeck. Dort standen aktuelle Krisenthemen wie die Situation im Nahen und Mittleren Osten und in der Ukraine im Mittelpunkt. 

Das G7-Außenministertreffen unter japanischer Präsidentschaft fand am 10./11. April 2016 in Hiroshima statt. Der thematische Fokus lag auf der nuklearen Abrüstung sowie auf Terrorismusbekämpfung, insbesondere im Mittlerer Osten und auf Ostasien.

2017, unter der Präsidentschaft Italiens, trafen sich die G7-Außenminister am 10./11. April in Lucca.  Die Agenda deckte die ganze Bandbreite außen- und sicherheitspolitischer Krisenthemen ab. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Migration, Terrorismusbekämpfung und Cyber-Themen.

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