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Staatsminister Roth eröffnet hochrangiges G7-Treffen zu Maritimer Sicherheit

14.12.2015 - Artikel

Rund 100 Vertreter aus Politik, Diplomatie, Militär, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten Strategien zur Bewältigung der Sicherheits- und Umweltrisiken für die Weltmeere.

Podiumsgespräch beim Treffen zu Maritimer Sicherheit
Podiumsgespräch beim Treffen zu Maritimer Sicherheit© Auswaertiges Amt
„Maritime Sicherheit stärken – Regionen vernetzen – Gemeinschaftsgüter nachhaltig nutzen“: Im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft hat das Auswärtige Amt am 14.12.2014 zu einer hochrangigen Expertenkonferenz zum Thema Maritime Sicherheit nach Berlin eingeladen. Staatsminister Michael Roth eröffnete die Veranstaltung mit einer Key-Note Rede, rund 100 Vertreter aus Politik, Diplomatie, Militär, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten Strategien zur Bewältigung der Sicherheits- und Umweltrisiken für die Weltmeere.

In seiner Eröffnungsrede bekannte sich Staatsminister Roth zu einem effektiven Multilateralismus zur Bewältigung der vielschichtigen Herausforderungen an die maritime Sicherheit und forderte neue Formen Sektor und Regionen übergreifender Zusammenarbeit. Großes Potenzial ruhe darin, die Weltmeere als „Verbindungsräume“ zu betrachten, die neue Kooperationschancen eröffneten. Damit die regelbasierte Meeresordnung bestehen und effektiv bleibe, sei die umfassende Einhaltung und bessere Durchsetzung bestehender Regelwerke erforderlich.

Die Rede von Staatsminister Roth finden Sie hier (in englischer Sprache)

Umsetzung der „Lübeck Erklärung zu Maritimer Sicherheit“

Staatsminister Roth bei der Eröffnung des G7-Treffens zu Maritimer Sicherheit
Staatsminister Roth bei der Eröffnung des G7-Treffens zu Maritimer Sicherheit© Auswärtiges Amt

Die Veranstaltung schloss an die „Lübecker Erklärung zu Maritimer Sicherheit“ an, die die G7-Außenminister auf Initiative Bundesaußenminister Steinmeiers bei ihrem Treffen in der Hansestadt am 15 April 2015 verabschiedet hatten. Darin hatten sich die G7 zur Freiheit der Meere und Wahrung einer regelbasierten Meeresordnung, zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen der Weltmeere, zur Stärkung regionaler Zusammenarbeit und zu friedlicher Streitbeilegung in Konfliktfällen im maritimen Raum bekannt.

Zusammenarbeit vertiefen…

Wesentliches Ziel des Treffens war die Vertiefung der in der Lübecker Erklärung festgehaltenen Inhalte. Im Rahmen von vier Rundtischen diskutierten die Teilnehmer Herausforderungen und Lösungsansätze in den Bereichen vernetzte Seeraumüberwachung, friedliche Streitbeilegung, Bekämpfung illegaler Fischerei sowie vernetzte Sicherheit im Indischen Ozean und darüber hinaus. Eine Leitfrage dabei war die Identifikation des jeweiligen Mehrwerts, den die G7 sowie andere internationale Organisationen leisten sollten.

…vernetzen...

Übergabe des G7-Außenministerprozesses an die Folgepräsidentschaft Japan durch Staatsminister Roth
Übergabe des G7-Außenministerprozesses an die Folgepräsidentschaft Japan durch Staatsminister Roth© Auswärtiges Amt

Im Sinne des Outreach-Gedanken wurde der Teilnehmerkreis bewusst über die G7-Nationen hinaus erweitert. Vertreter aus wichtigen Meeresanrainernationen wie Brasilien, Indonesien, oder Malaysia nahmen ebenso teil wie Repräsentanten internationaler Organisationen wie EU, AU, NATO oder International Maritime Organization, Forschungseinrichtungen sowie der Zivilgesellschaft.

…und verstetigen.

Der breite Teilnehmerkreis diente außerdem der Übertragung der Lübecker Erklärung in andere internationale Foren. Darüber hinaus hat Japan als die Deutschland nachfolgende G7-Präsidentschaft signalisiert, das Thema maritime Sicherheit auch im kommenden Jahr mit Priorität fortzuführen. Der Schlusspunkt des deutschen G7-Jahres findet somit auch eine Fortsetzung in 2016!

G7 High-level Meeting on Maritime Security: Enhancing Maritime Security – Connecting Regions – Governing the Commons (Chair's Summary) PDF / 378 KB

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