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OSZE-Konferenz gegen Menschenhandel im Auswärtigen Amt

07.09.2016 - Artikel

Mehr als 150 Vertreter aus OSZE-Teilnehmerstaaten kamen heute (07.09.) zusammen, um sich in der Bekämpfung des globalen Menschenhandels abzustimmen.

Im Rahmen des deutschen OSZE-Vorsitzes hat der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für den deutschen OSZE-Vorsitz, Gernot Erler, heute im Auswärtigen Amt eine Konferenz mit dem Titel „Preventing Trafficking in Human Beings for Labour Exploitation in Supply Chains“ eröffnet. Ziel der Konferenz ist eine möglichst enge Abstimmung der Regierungen und Akteure aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft in der Bekämpfung des globalen Menschenhandels.

Gernot Erler unterstrich in seiner Rede die Rolle der OSZE als Mittler und Pionier eines international eng abgestimmten Ansatzes.
Gernot Erler unterstrich in seiner Rede die Rolle der OSZE als „Mittler und Pionier eines international eng abgestimmten Ansatzes“.© AA

OSZE als Pionier und Mittler

In seiner Eröffnungsrede betonte Erler, dass die OSZE von einem „umfassenden Konzept des Begriffs Sicherheit“ ausginge. Dieses Konzept umfasse neben der militärischen auch die menschenrechtliche und die ökonomische Dimension sowie Demokratiestandards. Im Kampf gegen den weltweiten Menschenhandel, der alle dieser Dimensionen betrifft, sei die OSZE gleichermaßen „Mittler und Pionier eines international eng abgestimmten Ansatzes“. Hervor hob Erler in diesem Zusammenhang das große Engagement der OSZE-Beauftragten und Koordinatorin für den Kampf gegen Menschenhandel, Botschafterin Madina Jarbussynova.

Alle wichtigen Akteure zusammenbringen

Yasmin Fahimi, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sprach über das Ausmaß des Menschenhandels weltweit.
Yasmin Fahimi, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sprach über das Ausmaß des Menschenhandels weltweit.© AA

Im Anschluss an die Eröffnungsrede von Erler unterstrich Yasmin Fahimi, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, in ihrer Rede das endemische Ausmaß des Menschenhandels in all seinen Facetten: Statistiken der Vereinten Nationen zufolge seien mehr als 21 Millionen Menschen weltweit Opfer von Zwangsarbeit. Umso wichtiger sei daher eine enge Zusammenarbeit der Vertreter von Regierungen und Wirtschaft, um ihrer Verantwortung mit Blick auf die Wahrung von menschenrechtlichen Standards in den globalen Lieferketten gerecht werden zu können. Vor dem Hintergrund dieses Ziels nehmen an der heute und morgen unter deutschem OSZE-Vorsitz ausgerichteten Konferenz mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter aus OSZE-Teilnehmerstaaten, internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, der Wissenschaft und dem Privatsektor teil.

Deutschland mit OSZE-Vorsitz 2016

Zum 1. Januar 2016 hatte Deutschland zum zweiten Mal nach 1991 den Vorsitz der weltweit größten regionalen Sicherheitsorganisation übernommen. Der Vorsitz steht unter dem Motto „Dialog erneuern, Vertrauen neu aufbauen, Sicherheit wiederherstellen“. Dass Deutschland den Vorsitz in so stürmischen Zeiten übernommen habe, sei kein Zufall, sagte Außenminister Steinmeier vergangene Woche anlässlich einer eines informellen Außenministertreffens der OSZE in Potsdam: „Das haben wir ganz bewusst getan, um unseren Beitrag zur Stärkung von Frieden und Sicherheit im OSZE-Raum zu leisten.„ Den abschließenden Höhepunkt des Vorsitzjahres soll der Außenministerrat in Hamburg am 8./9. Dezember 2016 bilden.

Zum Weiterlesen:

Rede des Sonderbeauftragten für den deutschen OSZE-Vorsitz, Gernot Erler, bei der Konferenz „Preventing Trafficking in Human Beings for Labour Exploitation in Supply Chains“

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