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Staatsministerin Böhmer würdigt französisches Engagement für UNESCO-Welterbe

02.05.2016 - Artikel

Auf der 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees wurden die „Climats du vignoble de Bourgogne“, 1.247 Weinbauparzellen im Burgund, in die Welterbeliste eingetragen. Bei der offiziellen Zeremonie am 29.04. würdigte Böhmer in ihrer Rede das französische Engagement für das UNESCO-Welterbe.

Die Sonderbeauftragte des Auswärtigen Amts für UNESCO-Welterbe, Staatsministerin Maria Böhmer, nahm am 29.04. an der offiziellen Zeremonie zur Aufnahme der „Climats du vignoble de Bourgogne“ in die UNESCO-Welterbeliste teil. Die im Burgund „climats“ genannten 1.247 Weinbauparzellen zwischen Beaune und Dijon sind seit dem Mittelalter unverändert und wurden auf der 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees 2015 in Bonn in die Welterbeliste eingetragen.

Böhmer: Kulturerbe ist die Basis für die Existenz und den Zusammenhalt von Menschen.
Böhmer: „Kulturerbe ist die Basis für die Existenz und den Zusammenhalt von Menschen.“© Bénédicte Manière

Im Beisein der Präfektin der Region Bourgogne-Franche-Comté, Christiane Barret, des Bürgermeisters von Beaune und Mitglieds der Assemblée Nationale, Alain Suguenot, des Präsidenten der Association des Climats du vignoble de Bourgogne, Guillaume d’Angerville, sowie Vertretern der Confrérie des Chevaliers du Tastevin enthüllte Böhmer die Plakette, mit der Frankreich an die Eintragung in die UNESCO-Welterbeliste erinnert. In ihrer Ansprache betonte Böhmer, dass es nur wenige Welterbestätten gäbe, die so anschaulich das Ziel der Welterbekonvention vermitteln: Das Natur- und Kulturerbe der Menschheit könne nur erhalten bleiben, wenn es von Generation zu Generation gepflegt und bewahrt werde, so Böhmer.

Eintragung in die Welterbeliste ist Ehre und Verantwortung zugleich

Böhmer unterstrich, dass die Anerkennung als UNESCO-Welterbe zum einen Ehre und zum anderen große Verantwortung mit sich bringe. Im Burgund treffe man auf bemerkenswerte Landschaften, außergewöhnliches bauliches Erbe und einzigartiges Savoir-faire der Spitzenklasse. Dort vereinten sich Lage, Bodenbeschaffenheit und Mikroklima zu einer außergewöhnlichen Winzerkultur.



„Die Arbeit und Leidenschaft von Generationen von Winzern, der politische Wille zur Fortentwicklung der Weine und weltweiter Ruhm verleihen den Weinen der Bourgogne eine einzigartige Identität“, so Böhmer in ihrer Rede. Sie sei sicher, dass die mit der Eintragung verbundene Verantwortung in guten Händen liege.

 Böhmer sagte weiter:

Kulturerbe ist die Basis für die Existenz und den Zusammenhalt von Menschen: Es gibt Halt und Orientierung. Es stiftet gesellschaftliche Identität. Es ist unersetzliche Quelle der Inspiration. Es verbindet Menschen mit ihrer Heimat und ihrer Geschichte. Mit ihrem Land und der Welt.

Besonderer Dank für Böhmers Engagement für UNESCO-Welterbe

Staatsministerin Böhmer mit Vincent Barbier, Grand Maître de la Conférie des Chevaliers du Tastevin.
Staatsministerin Böhmer mit Vincent Barbier, Grand Maître de la Conférie des Chevaliers du Tastevin.© Bénédicte Manière

Bei dem anschließenden historischen Festessen der im Jahr 1934 im Burgund gegründeten Gesellschaft „Confrérie des Chevaliers du Tastevin“, an dem 600 internationale Vertreter aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur teilgenommen haben, wurde Staatsministerin Böhmer als deren Ehrenmitglied aufgenommen – als Dank für ihr Engagement für UNESCO-Welterbe. Böhmer war Präsidentin des UNESCO-Welterbekomitees, das am 04.07.2015 bei seiner den außergewöhnlichen universellen Wert der Kulturlandschaft „Climats du vignoble de Bourgogne“ anerkannt und ihre Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste beschlossen hat. Zu den deutschen Ehrenmitgliedern der Confrérie gehören der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Bernhard Vogel. Neben Böhmer wurde auch der berühmte französische Musiker Roger Delmotte geehrt, der 35 Jahre Solo-Trompeter der Opéra de Paris war.

Deutsch-französische Freundschaft

Staatsministerin Böhmer bei der Enthüllung der Plakette.
Staatsministerin Böhmer bei der Enthüllung der Plakette.© AA

Böhmer dankte in ihrer Rede auch für das Geschenk der deutsch-französischen Freundschaft, die Charles de Gaulle und Konrad Adenauer, François Mitterrand und Helmut Kohl, François Hollande und Angela Merkel immer wieder neu mit Leben erfüllt haben. „Wir – Deutsche und Franzosen – sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Und wir machen uns gemeinsam stark für ein geeintes, freiheitliches und friedliches Europa“, so Böhmer.

Als Pfälzerin erinnerte Böhmer an die langjährige Freundschaft zwischen Burgund und Rheinland-Pfalz. „Seit 1962 schlagen die Menschen in diesen Regionen Brücken zwischen unseren Ländern: in Städten und Gemeinden, in Schulen und Universitäten, in Kunst, Kultur und Musik. Das Haus Rheinland Pfalz in Dijon und das Haus Burgund in Mainz sind besonders eindrucksvolle Orte, an denen diese Freundschaft gelebt wird.“

Lesen Sie hier die Rede von Staatsministerin Böhmer im Volltext:

Rede von Staatsministerin Böhmer zur Eintragung der „Climats du vignoble de Bourgogne“ in die UNESCO-Welterbeliste (teils in französischer Sprache)

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