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Staatsministerin besucht Welterbestätte Völklinger Hütte

Besuch der Völklinger Hütte: (v.l.) Generaldirektor M. Grewenig, B. Ringbeck, Staatsministerin M. Böhmer und A. Hübinger.

Besuch der Völklinger Hütte: (v.l.) Generaldirektor M. Grewenig, B. Ringbeck, Staatsministerin M. Böhmer und A. Hübinger., © Völklinger Hütte

12.04.2016 - Artikel

Die Sonderbeauftragte für das UNESCO-Welterbe, Staatsministerin Böhmer, besuchte am 08.04. die Welterbestätte Völklinger Hütte. Die einzige vollständig erhaltene Eisenhütte weltweit gehört seit 1994 zum UNESCO-Welterbe.

Ihre erste Reise als neu ernannte Sonderbeauftragte des Auswärtigen Amts für UNESCO-Welterbe, UNESCO-Kulturkonventionen und UNESCO-Bildungs- und Wissenschaftsprogramme führte Staatsministerin Maria Böhmer am 08.04.2016 zur Welterbestätte Völklinger Hütte. Die ehemalige Eisenhütte ist von den im 19. und 20. Jahrhundert in Westeuropa und Nordamerika errichteten Hütten die einzige, die noch vollständig erhalten ist. Auch deshalb wurde sie 1994, nur 8 Jahre nach ihrer Schließung, als erste Industrieanlage in den Rang eines Welterbes der Menschheit erhoben.

Bei ihrem Besuch informierte sich Böhmer gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Annette Hübinger über die großen denkmalpflegerischen Herausforderungen, die diese außergewöhnliche Welterbestätte mit sich bringt. Böhmer erklärte:

"Schon auf der Sitzung des Welterbekomitees in Bonn im vergangenen Jahr habe ich mich dafür eingesetzt, dass dem Erhalt bestehender Welteerbestätten die nötige Priorität gegenüber Neueinschreibungen eingeräumt wird. Die Aufgaben und Verpflichtungen enden nicht mit der Einschreibung in die Welterbeliste, sie beginnen dann erst."

Aufarbeitung der Vergangenheit vorbildlich

Sie zeigte sich auch beeindruckt von der Nutzung der weitläufigen Räume für Kulturveranstaltungen und den museumsdidaktischen Konzepten, die die Geschichte der Hütte lebendig machen, auch und gerade in schwierigen Aspekten der Vergangenheit:

"Ich begrüße, dass sich die Völklinger Hütte so vorbildlich Ihrer Vergangenheit stellt und das Kapitel Zwangsarbeit in der Ausstellung prominent und kritisch aufarbeitet. Hier kann sie Vorbild und Beispiel für andere Welterbestätten weltweit sein."

Zum Weiterlesen:

Außenminister ernennt Staatsministerin zur Beauftragten für UNESCO-Welterbefragen (Artikel vom 07.04.2016)

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