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Staatsministerin Böhmer und die pakistanische Kulturministerin Faruqi eröffnen Workshop zu Kulturerhalt

23.04.2015 - Artikel

Pakistan und seine kulturellen Schätze standen im Zentrum eines Workshops, den Staatsministerin Böhmer zusammen mit der pakistanischen Kulturministerin Faruqi im Pergamonmuseum in Berlin eröffnet hat.

Böhmer und Faruqi im Pergamon-Museum
Böhmer und Faruqi im Pergamon-Museum© Photothek.net

Pakistan und seine kulturellen Schätze standen im Zentrum eines zweitägigen Workshops, den Staatsministerin Maria Böhmer zusammen mit der pakistanischen Kulturministerin Sharmila Faruqi und dem Direktor des Museums für Islamische Kunst, Professor Stefan Weber, am 22.04. im Mschatta-Saal des Pergamonmuseums in Berlin eröffnet hat.

Böhmer und Faruqi waren sich dabei einig, dass kulturelles Erbe die Basis für die Identität, den sozialen Zusammenhalt und die Stabilität von Staaten und Regionen sei. Faruqi dankte Deutschland für die partnerschaftliche Unterstützung der Bemühungen für den Erhalt und den Schutz des von Kulturgütern und UNESCO-Welterbestätten in Pakistan.

Bei der Eröffnung sagte Staatsministerin Böhmer:

Die Kulturschätze Pakistans sind überwältigend. Ich freue ich mich sehr, dass die deutsch-pakistanische Zusammenarbeit für den Erhalt von Kulturgütern und Welterbestätten eine lange Tradition in der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik hat. Unsere Regierungen und unsere Experten leisten einen unschätzbaren Beitrag zum Erhalt des Erbes der Menschheit.

Faruqi mit Teilnehmern des deutsch-pakistanischen Workshops
Faruqi mit Teilnehmern des deutsch-pakistanischen Workshops© Photothek.net

Deutsch-pakistanischer Archäologie-Workshop in Berlin

Im Rahmen des vom Auswärtigen Amt und vom Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin veranstalteten Workshops sind hochrangige pakistanische Regierungsvertreterinnen und -vertreter mit internationalen Expertinnen und Experten für Archäologie und Kultur in Pakistan zusammengekommen. Im Fokus ihres Dialogs standen vor allem die bilateralen Bemühungen für den Erhalt und den Schutz von Kulturgütern und UNESCO-Welterbestätten in Pakistan.

Deutsch-irakische Initiative gegen Zerstörung von Kulturgütern

Staatsministerin Böhmer
Staatsministerin Böhmer© Photothek.net

Am Rande der Ausstellungseröffnung verurteilte die Staatsministerin erneut die katastrophalen Zerstörungen irakischer Kulturgüter durch die Terrororganisation ISIS in Nimrud, Hatra und Mossul. Böhmer wies auf die deutsch-irakische Initiative für eine Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) gegen die Zerstörungen und Plünderungen von Kulturgütern durch ISIS hin. Die Vertreter Deutschlands und von Irak hatten den Resolutionsentwurf am Dienstag dieser Woche (21.04.) in New York vorgestellt.

Die Staatsministerin erklärte weiter:

Bei der Zerstörung irakischen Kulturguts handelt es sich um Kriegsverbrechen und um einen Angriff auf das kulturelle Erbe der Menschheit insgesamt, dem wir uns als internationale Gemeinschaft geschlossen entgegenstellen müssen. Dazu gehört, die seit Monaten andauernden Zerstörungen und Plünderungen von archäologischen Stätten, historischen Gebäuden und Kulturgütern zu ahnden und den Irak beim Schutz seiner Kulturgüter wirksam zu unterstützen.

Jeder Einzelne muss wissen, dass der Kauf und Verkauf von illegal aus dem Irak ausgeführten Kulturgütern nicht nur strafbar ist, sondern auch Terroristen unterstützt.

Der Resolutionsentwurf verurteilt den Antikenfrevel und ruft zum verstärkten Schutz irakischer Kulturgüter auf. Staatsministerin Böhmer betonte, es sei höchste Zeit für ein gemeinsames Vorgehen der Weltgemeinschaft zur Rettung des irakischen Kulturerbes vor den barbarischen Taten der Terrorgruppe. Die Initiative solle auch zeigen, dass die von ISIS behauptete religiöse Motivation für die Zerstörung von Kulturgütern von keinem Land der Welt akzeptiert wird, so Böhmer weiter.

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