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Böhmer präsentiert Logo der deutschen Präsidentschaft im UNESCO-Welterbekomitee

30.01.2015 - Artikel

Staatsministerin Maria Böhmer, Präsidentin des UNESCO-Welterbekomitees, stellte am 30.01. das Logo für die 39. Sitzung des Komitees vor. Die Sitzung wird vom 28.06. bis 08.07. am deutschen UN-Standort Bonn stattfinden.

Logo der 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees
Logo der 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees© DUK

Es zeigt das Natur- und Kulturerbe der Welt in der Farbe der Vereinten Nationen: Das Logo für die 39. Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur). Das Komitee wird vom 28. Juni bis zum 8. Juli in Deutschland tagen. Staatsministerin Maria Böhmer, Präsidentin des Welterbekomitees und Vorsitzende der 39. Sitzung, stellte das Logo am 30. Januar im Rahmen einer Pressekonferenz vor.

Laut Staatsministerin Böhmer steht das Logo für das, was die 191 Vertragsstaaten des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt verbindet: Für den weltweiten, friedlichen Dialog zum Schutz des Erbes der Menschheit.

Die Welt zu Gast in Deutschland

Das Logo der deutschen Präsidentschaft im UNESCO-Welterbekomitee stehe aber auch für die Gastfreundschaft Deutschlands, so Böhmer. „Mit dem Logo wollen wir die über 1.000 Delegierten und Beobachter hier willkommen heißen. Ich freue mich, dass im Sommer die Welt zu Gast in Bonn, dem deutschen UN-Standort, sein wird.“

Böhmer kündigt Reformpaket an

Die Staatsministerin bekräftigte, dass die Welterbekonvention der UNESCO nicht Opfer ihres eigenen Erfolgs werden dürfe. Um ihre Strahlkraft zu erhalten, seien Reformen notwendig, so Böhmer:

Ich will die Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit der Konvention stärken. Es gilt, die Entscheidungsprozesse im Welterbekomitee und in den Beratungsorganisationen zu verbessern und transparenter zu machen. Und es gilt auch, das Welterbeprogramm auf den Erhalt von Welterbestätten und internationale Zusammenarbeit zu fokussieren.
Staatsministerin Böhmer präsentiert das neue UNESCO-Logo
Staatsministerin Böhmer präsentiert das neue UNESCO-Logo© AA

Das Welterbekomitee wird bei seiner kommenden Sitzung in Bonn über die Aufnahme neuer Welterbestätten in die Liste der UNESCO entscheiden und Beschlüsse zu bereits eingetragenen und gefährdeten Welterbestätten fassen. Für die Welterbeliste sind rund 40 Stätten aus allen Regionen der Welt nominiert - unter anderem aus Kenia, Irak, Frankreich, der Ukraine und Mexiko. Den Erhaltungszustand prüft das Komitee bei Welterbestätten wie dem Great Barrier Reef, Pompeji oder der Altstadt von Jerusalem.

Neue Welterbestätten in Deutschland

Auch Deutschland wird Gegenstand der Beratungen sein: So soll beispielsweise der Erhaltungszustand der UNESCO-Weltkulturstätte Oberes Mittelrheintal diskutiert werden; zudem wird über Nominierungen aus Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein entschieden.

Böhmer leitet eine Arbeitsgruppe, die im Auftrag des Welterbekomitees Vorschläge zur Reform der geltenden Regeln für die Evaluierung und Nominierung von Welterbestätten erarbeiten soll. Die Vorschläge sollen in der kommender 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees vorgelegt werden.

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