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Staatsministerin Böhmer bei UNESCO-Beratungen in Paris

22.01.2015 - Artikel

Staatsministerin Maria Böhmer ist am 20.01. zu Beratungen des UNESCO-Welterbekomitees und der Vertragsstaaten der UNESCO-Welterbekonvention nach Paris gereist.

Staatsministerin Böhmer mit UNESCO-Generaldirektorin Bokova
Staatsministerin Böhmer mit UNESCO-Generaldirektorin Bokova© AA

Staatsministerin Maria Böhmer ist am 20.01. zu Beratungen des UNESCO-Welterbekomitees und der Vertragsstaaten der UNESCO-Welterbekonvention nach Paris gereist. Im Fokus der dreitägigen Gespräche standen aktuelle Herausforderungen des Welterbeprogramms.

Staatsministerin Böhmer machte in ihren Gesprächen mit der Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, und weiteren UNESCO-Vertretern sowie den Präsidenten der Beratungsorganisationen und deutlich, dass Reformen notwendig seien, um die Zukunftsfähigkeit des Welterbeprogramms sicherzustellen. Es gehe um nicht weniger als um den Erhalt des Erbes der Welt für die jetzige und künftige Generationen, so Böhmer.

Vorbereitung der 39. Sitzung des Welterbekomitees

Böhmer leitet eine Arbeitsgruppe, die im Auftrag des UNESCO-Welterbekomitees Vorschläge zur Reform der geltenden UNESCO-Regeln für die Evaluierung und Nominierung von Welterbestätten erarbeiten soll. Die Vorschläge werden in der kommender 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees vorgelegt, das vom 28. Juni bis 8. Juli 2015 auf Einladung der Bundesregierung‎ und unter Vorsitz von Staatsministerin Böhmer in Bonn tagen wird.

Beratungen des UNESCO-Welterbekomitees in Paris
Beratungen des UNESCO-Welterbekomitees in Paris© AA

"Auf jeder Sitzung des Unesco-Welterbekomitees geht es auch sehr emotional zu. Glück und Leid liegen nah beieinander", so Böhmer. Alle hofften, dass sie mit ihrer Kandidatur als Welterbestätte erfolgreich seien oder dass ihre Welterbestätte nicht als gefährdet angesehen werde, so Böhmer. Es gelte jedoch, die fachlichen Kriterien und die Voten der Beratungsorganisationen in den Vordergrund zu stellen. "Politisierungen bei der Umsetzung der Welterbekonvention gilt es zu vermeiden. Die Konvention muss auf Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet sein", so Böhmer.

Rund 40 Stätten als Weltkulturerbe nominiert

Das Welterbekommitee wird bei seiner kommenden Sitzung in Bonn über die Aufnahme neuer Welterbestätten in die Liste der UNESCO entscheiden und Beschlüsse zu bereits eingetragenen und gefährdeten Welterbestätten fassen. Für die Welterbeliste sind rund 40 Stätten aus allen Regionen der Welt nominiert - unter anderem aus Kenia, Irak, Frankreich, der Ukraine und Mexiko. Den Erhaltungszustand prüft das Kommittee bei Welterbestätten wie dem Great Barrier Reef, Pompeji oder der Altstadt von Jerusalem.

Auch Deutschland wird Gegenstand der Beratungen sein: So soll beispielsweise der Erhaltungszustand der UNESCO-Weltkulturstätte Oberes Mittelrheintal diskutiert werden; zudem wird über Nominierungen aus Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein entschieden.

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