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Frankreich und Deutschland gemeinsam gegen Antisemitismus

23.01.2015 - Artikel

Staatsminister Roth und sein französischer Amtskollege Désir haben sich in der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York gegen Antisemitismus ausgesprochen.

Gemeinsame Pressekonferenz von Roth und Désir
Gemeinsame Pressekonferenz von Roth und Désir© AA

Staatsminister Roth und sein französischer Amtskollege Désir haben sich am 22. Januar in der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) in New York gegen Antisemitismus ausgesprochen. Roth bekräftigte, der gemeinsame Auftritt der Staatsminister am deutsch-französischen Tag sei ein klares Zeichen dafür, dass beide Nationen gemeinsam und entschlossen den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus angingen.

Die große Debatte der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Thema Antisemitismus fällt auf einen besonderen Tag: Der 22. Januar ist der Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags zwischen Deutschland und Frankreich im Jahr 1963 - und damit wie in jedem Jahr ein Anlass für die Regierungen beider Länder, die große Bedeutung der deutsch-französischen Partnerschaft zu würdigen und besonders sichtbar zu machen.

Antisemitismus: Gefahr für die Gesellschaft

In diesem Jahr nahmen Staatsminister Michael Roth und sein französischer Amtskollege Harlem Désir an einer thematischen Sondersitzung der Vereinten Nationen teil: Gemeinsam mit über 100 anderen Rednern aus UN-Mitgliedsstaaten sprachen sie über die Herausforderungen, die sich weltweit durch Antisemitismus stellen.

Staatsminister Roth bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung
Staatsminister Roth bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung© AA

Roth wies in seiner Rede darauf hin, dass die steigende Anzahl von Angriffen auf jüdische Einrichtungen und der Gebrauch von antisemitischen Parolen auf Demonstrationen in vielen Ländern - unter anderem auch in Deutschland - Anlass zur Sorge gebe. Antisemitismus stelle dabei nicht nur eine Gefahr für die jüdischen Gemeinden dar, sondern für die Gesellschaft als Ganzes.

Er und sein Amtskollege Désir würden daher am deutsch-französischen Tag an dieser Sondersitzung teilnehmen, um ihr starkes Engagement für gemeinsame Werte zu bekräftigen. Der Staatsminister fügte hinzu:

Wir wollen nicht, dass die jüdische Gemeinde in unseren Ländern eine schutzbedürftige Minderheit darstellt. Wir wollen, dass sie ein Teil des Alltagslebens im Herzen unserer Gesellschaft ist!

Die vollständige Rede von Staatsminister Roth vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen lesen Sie hier.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz hoben beide Europaminister die Bedeutung einer gemeinsamen europäischen Stimme beim Kampf gegen Antisemitismus hervor.

Roth und Désir in der Generalversammlung der Vereinten Nationen
Roth und Désir in der Generalversammlung der Vereinten Nationen© AA

Freiheit und Menschlichkeit statt Angst und Terror

Bereits im Vorfeld seiner Reise nach New York hatte Roth darauf hingewiesen, dass sein „Schulterschluss“ mit Harlem Désir in New York ein klares Zeichen dafür sei, „dass unsere beiden Nationen gemeinsam und entschlossen den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus angehen.“

Dies gelte vor allem auch nach den Anschlägen auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt in Paris Anfang Januar, so Roth weiter:

Die Antwort auf die schockierenden Anschläge von Paris lautet in Deutschland wie in Frankreich gleichermaßen: Freiheit und Mitmenschlichkeit öffnen unsere Zukunft, nicht Angst und Terror.

Am Nachmittag besuchten Roth und Désir gemeinsam das „Museum of Jewish Heritage“ und das „American Jewish Committee“ in New York.

Weitere Informationen

Rede von Staatsminister Roth vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen (22.01.15)

Vorankündigung der Reden von Staatsminister Roth und Europa-Staatssekretär Désir vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen (21.01.15)

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