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Covid-19-Koordinierung und Dialog mit jungen Europäern: Michael Roth leitet virtuelles und informelles Europaminister-Treffen

Im Kloster Eberbach im Rheingau hätte ein Teil des Treffens ursprünglich stattfinden sollen

Im Kloster Eberbach im Rheingau hätte ein Teil des Treffens ursprünglich stattfinden sollen, © dpa

30.11.2020 - Artikel

Die Zukunft im Fokus: Unter deutscher Ratspräsidentschaft stellen morgen junge „Botschafterinnen und Botschafter“ ihre Vision der EU in zehn bis fünfzehn Jahren vor. Auch der Kampf gegen Covid-19 steht auf der Agenda.

Eigentlich hätte der informelle Rat für Allgemeine Angelegenheiten in Wiesbaden sowie im Kloster Eberbach stattfinden sollen, der Heimatregion von Staatsminister Roth. Stattdessen bekommen seine Kolleginnen und Kollegen aus der EU nur eine kleine virtuelle Führung bei ihrem informellen Treffen. Einmal pro Ratspräsidentschaft – also alle sechs Monate – finden sich die Europaministerinnen und –Minister zusammen, um über das dringliche Tagesgeschäft hinaus auch langfristige Themen in den Blick zu nehmen.

Michael Roth, Europa-Staatsminister im Auswaertigen Amt
Michael Roth, Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt© Florian Gaertner/photothek.net

Europa-Staatsminister Michael Roth will morgen die Zukunft Europas in den Mittelpunkt rücken. Deshalb hat er zusammen mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa und dem Europäischen Jugendparlament 27 junge europäische Botschafterinnen und Botschafter aus 24 Staaten für eine Diskussion eingeladen. Die Teilnehmer*innen im Alter von unter 30 Jahren werden ihre Thesen u.a. aus den Bereichen Klimaschutz, Energie, Asylpolitik und Digitalisierung vorstellen, die sie vorher erarbeitet haben. Auch Maros Sefcovic, Vizepräsident der Europäischen Kommission für Interinstitutionelle Beziehungen und Vorausschau sowie Dubrava Suica,  Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Demokratie und Demographie, werden an der Diskussion teilnehmen.

Der Austausch mit der jungen Generation ist Staatsminister Roth besonders wichtig. Denn er soll auch ein Vorgeschmack auf die „Konferenz zur Zukunft Europas“ sein, zu dessen Stand sich die Europaminister ebenfalls auf ihrem Treffen austauschen werden. Bei diesem Dialogprozess wollen sich Mitgliedsstaaten und die EU-Institutionen mit Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden anderthalb Jahren vertieft darüber austauschen, wie sich die EU weiterentwickeln soll.

Europe United gegen Covid-19

Verglichen mit der ersten Welle des Coronavirus in Europa haben die Mitgliedsstaaten viel dazu gelernt und stimmen sich untereinander besser ab. Dennoch sind die gemeinsamen Herausforderungen und der Koordinierungsbedarf enorm, denn es geht um größtmöglichen Schutz der Bevölkerung und gleichzeitig um die wirtschaftliche Erholung. Michel Roth will das informelle Treffen deshalb für einen vertieften Austausch über EU-Zusammenarbeit gegen Covid-19 nutzen, auch im Hinblick der bald beginnenden EU-Ratspräsidentschaft von Portugal.

Wie schon bei vorherigen informellen Treffen werden auch die Staaten des Westbalkan an der Videokonferenz teilnehmen. Denn für die EU ist eine enge Abstimmung mit ihnen besonders wichtig – bei Fragen der Pandemiebekämpfung genauso wie bei den Themen wie EU-Erweiterung, Reformen und Migration.  

Auch das Kulturprogramm der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wird morgen eine Rolle spielen: Die Europaminister werden sich einige Video-Botschaften von jungen Menschen anschauen, die der Künstler Olafur Eliasson für sein Kunstwerk Earth Speakr gesammelt und animiert hat. Auch das Fotoprojekt Faces of Europe sowie der Filmwettbewerb Europa im Film werden vorgestellt.

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