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Staatsminister Roth besucht Europäisches Roma-Institut für Kunst und Kultur

10.01.2018 - Artikel

Michael Roth, Staatsminister für Europa, hat am Mittwoch (10.01.) das neu gegründete Europäische Roma-Institut für Kunst und Kultur (ERIAC) in der Reinhardtstraße in Berlin besucht. 

Staatsminister Roth im Gespräch mit der stellvertretenden Leiterin des ERIAC, Anna Mirga-Kruszelnicka
Staatsminister Roth im Gespräch mit der stellvertretenden Leiterin des ERIAC, Anna Mirga-Kruszelnicka© ERIAC

Bei seinem Besuch würdigte Staatsminister Roth den Beitrag des Instituts zum Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung gegenüber Roma. Die Arbeit des ERIAC sei ein wichtiger Schritt, um Roma-Kunst und -Kultur europaweit eigenverantwortlich zu fördern und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Auswärtiges Amt unterstützt das neue Institut in Berlin

Nachdem es im Juni 2017 im Auswärtigen Amt feierlich gegründet worden war, hat das ERIAC nun seine Arbeit in Berlin aufgenommen. Initiatoren sind der Europarat, die Open Society Foundations und die Roma Alliance for ERIAC. Das Auswärtige Amt leistet für das erste Projekt des Instituts finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 180.000 €. Es hat die Schaffung eines europaweiten Netzwerkes von Roma-Einrichtungen zum Ziel und umfasst Veranstaltungen in sechs europäischen Ländern.

Eigenverantwortliche Darstellung der Roma-Kultur

Zu den Gründungsprinzipien des ERIAC zählt, einen Beitrag dazu zu leisten, dass Roma ihre Geschichte selbst erzählen. Es bietet ihnen einen Rahmen, die Darstellung ihrer Kultur in der europäischen Gesellschaft selbst in die Hand zu nehmen. Roma-Kunst ist bis heute in herkömmlichen Sammlungen unterrepräsentiert. ERIAC soll als eine europaweite Plattform kultureller Vernetzung der größten ethnischen Minderheit des Kontinents dienen. Staatsminister Roth betonte, dass die europäische Dimension der Arbeit des Instituts besonders wichtig, die „Mission“ eine europäische sei.

Abbau von antiziganistischer Diskriminierung und Vorurteilen

Antiziganismus ist auch heute noch tief in den europäischen Gesellschaften verwurzelt – auch hier in Deutschland. Roma werden noch immer marginalisiert und sind Vorurteilen ausgesetzt. Staatsminister Roth unterstrich vor diesem Hintergrund das große Potenzial von ERIAC, zum Abbau von Diskriminierung beizutragen. „Der Platz der Roma ist in der Mitte und nicht am Rand unserer Gesellschaft“, so Roth. ERIAC sei ein wertvolles Vehikel, um Stereotypen und Klischees zu hinterfragen, indem es Kulturleistungen und kulturelle Identität sichtbar macht. Roth wünschte den Verantwortlichen viel Erfolg bei der Realisierung ihrer Projekte und sicherte der Leiterin des Instituts, Timea Junghaus, die Unterstützung des Auswärtigen Amts zu.

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