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Steinmeier beim ASEM-Außenministertreffen: Brauchen Kooperation mit asiatischen Staaten

05.11.2015 - Artikel

Beim 12. ASEM-Treffen der europäischen und asiatischen Außenminister am Donnerstag (05.11) in Luxemburg ging es darum, gemeinsame Ansätze für globale Krisen zu finden.

In Luxemburg sind heute die Außenminister Asiens und Europas zum 12. ASEM-Treffen zusammengetroffen. Dabei ging es darum, gemeinsame Ansätze für die Vielzahl von Krisen zu finden, die sich derzeit auf beide Kontinente auswirken. Außenminister Steinmeier traf am Rande auch zahlreiche Amtskollegen zu bilateralen Gesprächen, etwa mit den Außenministern aus Bangladesch und Pakistan zum Thema Rückübernahme abgelehnter Asylbewerber.

Blick durch eine andere Brille

Die Außenministerinnen und -minister Asiens und Europas
Die Außenministerinnen und -minister Asiens und Europas© Photothek / Trutschel

Die Gäste aus Asien sind weit gereist, um am Treffen mit ihren europäischen Kolleginnen und Kollegen in Luxemburg teilzunehmen. Aber gerade das macht das Format für die Teilnehmer so gewinnbringend - denn aufgrund der Entfernung sehen sich viele von ihnen nur selten persönlich. "Das hilft uns, nicht immer durch dieselbe Brille zu schauen", sagte Außenminister Steinmeier zu Beginn des Treffens. Die Entfernung ändert allerdings nichts daran, dass die meisten Krisen auf der Welt sowohl in Europa als auch in Asien zu spüren sind. Darum war es das Ziel des 12. ASEM-Treffens, gemeinsame Ansätze für die globalen Krisen zu finden.

Afghanistan zeigt: Kooperation ist nötig

Afghanistan ist ein Beispiel dafür, wie lokale Krisen sich weltweit auswirken. Denn die Sicherheit und Stabilität am Hindukusch wirkt sich unter anderem auf die Flüchtlingsströme in Richtung Europa aus. An diesem Fall, so Steinmeier, "sieht man mühelos, dass wir auch Kooperation mit asiatischen Staaten brauchen, um hier Entschärfung herbeizuführen und zu Beruhigung und Stabilisierung beizutragen." Konkret nannte der Außenminister China, Indien und Pakistan, denen dabei eine besonders wichtige Rolle zukomme.

Gelegenheit für bilaterale Gespräche

Außenminister Steinmeier trifft seinen japanischen Amtskollegen Kishida
Außenminister Steinmeier trifft seinen japanischen Amtskollegen Kishida© Photothek / Trutschel

Treffen wie diese sind auch stets eine wertvolle Gelegenheit für bilaterale Gespräche. So führte Außenminister Steinmeier am Rande Unterredungen mit seiner Amtskollegin aus Indonesien sowie den Außenministern Südkoreas und Japans, bei denen es neben Flüchtlingspolitik unter anderem um wirtschaftliche Themen ging. Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise traf sich Steinmeier außerdem mit den Außenministern aus Pakistan und Bangladesch. Dabei ging es um die Erwartung, dass abgelehnte Asylbewerber, die auch sonst kein Aufenthaltsrecht in Deutschland und Europa haben, von ihren Herkunftsländern auch wieder zurückgenommen werden.

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