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EUCAP Nestor

13.02.2013 - Artikel

EU-Ausbildungsmission EUCAP NESTOR ist Beitrag zur Piratenbekämpfung am Horn von Afrika.

Am 16. Juli 2012 hat der Rat der EU die nicht-exekutive zivil-militärische Mission EUCAP NESTOR (European Union Mission on Regional Maritime Capacity Building in the Horn of Africa) beschlossen. Das Bundeskabinett hat am 15. August die deutsche Beteiligung beschlossen. Es geht darum, die Staaten am Horn von Afrika und im westlichen Indischen Ozean in die Lage zu versetzen, besser für die Sicherheit in ihrem jeweiligen Seeraum zu sorgen.

Somalisches Piratenboot (Archiv)
Somalisches Piratenboot (Archiv)© picture alliance / dpa

Die entsandten Fachleute sollen insbesondere die somalische Regierung dabei unterstützen, eine Küstenpolizei aufzubauen. Die Mission wird außerdem Beratung bei rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit maritimer Sicherheit anbieten. Ziel der Mission ist es hingegen nicht, Piraten direkt zu bekämpfen.

Jeweils bis zu fünf Polizisten und Soldaten nehmen als Ausbilder und Stabspersonal an der Mission teil. Insgesamt kann die EU bis zu 140 Personen in dies zunächst auf zwei Jahre angelegte Mission entsenden.

Die Ausbildung soll in den verschiedenen Ländern stattfinden, also beispielsweise auf den Seychellen, in Kenia und Tansania; die somalische Küstenpolizei wird aufgrund der schwierigen Sicherheitslage vor Ort hingegen in Dschibuti ausgebildet.

Beschluss des Rats 2012/389/GASP vom 16. Juli 2012 PDF / 452 KB

Beitrag zur Bekämpfung der Piraterie

Das 2009 von somalischen Piraten entführte deutsche Containerschiff Hansa Stavanger
Das 2009 von somalischen Piraten entführte deutsche Containerschiff Hansa Stavanger© picture alliance / dpa

Die Mission EUCAP NESTOR ist ein weiterer Beitrag der EU zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika und im westlichen Indischen Ozean. Unter den Auswirkungen der Piraterie leidet nicht nur der Handelsverkehr zwischen Europa und Asien. Noch stärker sind die Staaten der Region betroffen, sei es durch die Bedrohung der lokalen Fischerei und Küstenschifffahrt, sei es durch eine eingeschränkte Nutzbarkeit ihrer Häfen (so beispielsweise in Dschibuti, Kenia und Tansania). Darüber hinaus gefährdet die Piraterie die Einfuhr von Hilfs-, Versorgungs- und sonstigen Gütern für die Bevölkerungen, insbesondere die Lieferungen des Welternährungsprogramms (WFP) nach Somalia.

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