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Europa, wir müssen reden!

21.10.2016 - Artikel

Am Montag (24.10.) hat Außenminister Steinmeier die Veranstaltungsreihe „Welches Europa wollen wir?“ eröffnet und mit 400 jungen Erwachsenen über die Zukunft Europas diskutiert.

Am Montag (24.10.) fand im Weltsaal des Auswärtigen Amts der Auftakt zur Veranstaltungsreihe „Welches Europa wollen wir?“ statt. Hier diskutierte Außenminister Steinmeier mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen über die Zukunft Europas und der Europäischen Union. Auf der Facebook-Seite des Auswärtigen Amts konnten die Nutzerinnen und Nutzer die Veranstaltung live verfolgen und ihre Fragen an den Minister stellen.

Welche Zukunft für Europa?

Großer Andrang im Weltsaal: rund 400 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.
Großer Andrang im Weltsaal: rund 400 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.© Köhler/photothek.net

Die Wirtschaftskrise, die Welle der Flucht und Migration, populistische Parteien in verschiedenen Ländern und zuletzt die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen: die Europäische Union befindet sich in einer Krise. „Das letzte Jahr hat schonungslos offengelegt, dass Gewissheiten, die jahrzehntelang [...] fest verankert waren und nicht hinterfragt wurden - ewiger Frieden auf unserem Kontinent, Europa ist ohne Alternativen - einfach nicht mehr halten“, sagte Außenminister Steinmeier der Süddeutschen Zeitung vor der Veranstaltung.

Um die Zukunft der EU zu sichern, muss sie die Menschen wieder überzeugen und ihre Wurzeln stärken. Hierfür braucht die Außenpolitik den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern: „Wir wollen uns der Kritik stellen und wissen: was stimmt für Euch an und in Europa - und was stimmt nicht?“, ergänzte Steinmeier. Diese Debatte sei wichtig, denn: „Wenn wir den Wert der EU nicht mehr zu schätzen wissen, geht sie vor die Hunde.„

Vor der Diskussion mit dem Außenminister bereiteten die Teilnehmenden in Gruppen Fragen vor.
Vor der Diskussion mit dem Außenminister bereiteten die Teilnehmenden in Gruppen Fragen vor.© Köhler/photothek.net

Wo stehen wir? Was läuft gut in Europa – und was nicht? Wie muss sich Europa verändern, und was erwarten wir von der EU? Welche Rolle soll sie in der heutigen Welt spielen? Über diese und weitere Fragen hat Steinmeier mit rund 400 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 26 diskutiert, moderiert wurde die Veranstaltung von der TV-Moderatorin Dunja Hayali. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, persönlich ins Gespräch mit dem Außenminister zu kommen und ihre Fragen zu stellen - Fragen aus den verschiedensten Bereichen. Wie kann man zugewanderte Menschen für Europa begeistern? Wieso gibt es nicht mehr direkten Austausch mit Geflüchteten? Wie reagiert der Minister auf Kritik an der Grundidee der Europäischen Union?

Man müsse gegen diejenigen streiten, die zurück zum Nationalismus wollen, zog Steinmeier schließlich Bilanz. Dazu sei es wichtig, zu zeigen, dass Europa leistungsfähig ist und sich der Einsatz für europäische Werte lohnt.

Auftaktveranstaltung: Live auf Facebook

Steinmeier im Gespräch mit einigen der Teilnehmenden.
Steinmeier im Gespräch mit einigen der Teilnehmenden.© Köhler/photothek.net

Auch diejenigen, die nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnten, hatten die Möglichkeit, sich am Dialog zu beteiligen und Fragen zu stellen. Die Eröffnungsveranstaltung wurde live auf dem Facebook-Kanal des Auswärtigen Amts übertragen und eine kleine Auswahl der Fragen ist in die laufende Veranstaltung eingeflossen. Das vollständige Video finden Sie hier:

www.facebook.com/auswaertigesamt

Offener und argumentativer Dialog

Die Veranstaltung bildete den Auftakt für einen offenen und argumentativen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Deutschland. In den kommenden Monaten sollen rund 30 öffentliche Diskussionsveranstaltungen und Bürgerwerkstätten stattfinden, bei denen die Teilnehmenden ins Gespräch mit Staatsministern, Staatssekretären und weiteren hochrangigen Diplomaten kommen und über die Zukunft Europas sprechen.


Zum Weiterlesen:

Institutionen und vertragliche Grundlagen der EU

Deutschland in der EU

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