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Im Sommer unterwegs in der EU – Brüssel hat das Reisen leichter gemacht

24.08.2016 - Artikel

Am Nordkap ins Auto steigen und ohne Grenzkontrolle nach Gibraltar? Das Reisen innerhalb der EU bietet viele Vorteile.

Am Nordkap ins Auto steigen und bis nach Gibraltar fahren, ohne eine einzige Grenzkontrolle zu passieren? Keine mühsamen Geldwechsel? Einfache Überweisungen für Ferienhäuser überall in der EU? Keine horrenden Roaming-Gebühren mehr in der EU? Dank der Errungenschaften der EU reisen die 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger Europas in vielen Teilen Europas heute so unkompliziert wie im eigenen Land.

Freies Reisen im Schengen-Raum: möglich zwischen Deutschland und Frankreich seit 1989 (Archivbild).
Freies Reisen im Schengen-Raum: möglich zwischen Deutschland und Frankreich seit 1989 (Archivbild).© dpa

Durch die Schengen-Bestimmungen wurden Personenkontrollen an den Binnengrenzen innerhalb von 22 Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz ganz abgeschafft. Auch die gegenseitige Anerkennung der Führerscheine innerhalb der EU war vor den 1990er Jahren keine Selbstverständlichkeit. Heutzutage ermöglicht sie eine problemlose Teilnahme am Straßenverkehr in jedem EU-Staat.

Nicht nur mit dem Auto, auch mit dem Zug oder Flugzeug ist das Reisen in Europa inzwischen deutlich passagierfreundlicher geworden. In der gesamten EU haben Fahr- und Fluggäste bei grenzüberschreitenden Reisen einen rechtlichen Anspruch auf angemessene, zeitnahe und leicht zugängliche Informationen zu Annullierungen und größeren Verspätungen. In der Regel muss in diesen Fällen, wie auch bei Verlust oder Beschädigung von Gepäck, eine Entschädigung geleistet werden. Mit Hilfe der App "Ihre Rechte als Reisende" können Reisende sich unkompliziert über ihre Rechte und deren Durchsetzung informieren.

Der Euro: Zahlungsmittel in weiten Teilen der EU

Der Euro als Zahlungsmittel im Sommerurlaub – inzwischen selbstverständlich geworden.
Der Euro als Zahlungsmittel im Sommerurlaub – inzwischen selbstverständlich geworden.© picture alliance/chromorange

Der größte Vorteil während eines Aufenthalts in einem anderen EU-Land ist sicherlich der Euro, der heute bereits in 19 der 28 EU-Mitgliedstaaten das gültige Zahlungsmittel ist. Auch in einigen touristischen Gebieten der europäischen Länder außerhalb des Euroraums wird der Euro neben der Landeswährung akzeptiert. Zudem regeln EU-Vorschriften, dass Bargeldabhebungen überall in der EU nicht mehr kosten dürfen als Inlandsabhebungen an einem hausbankfremden Automaten. Durch einheitliche Kontodaten und Überweisungsmethoden im SEPA-Raum keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Überweisungen zu spüren. Das Ferienhaus in der italienischen Toskana kann so vorab einfach und ohne zusätzliche Gebühren angezahlt werden.

Auch der Anruf oder die WhatsApp-Nachricht vom Strand sind in den vergangen Jahren deutlich günstiger geworden: Die Kosten für die Nutzung von Smartphones im EU-Ausland sind dank der europäischen Vorschriften und der Festsetzung von Höchstgrenzen deutlich gesunken. Im Vergleich zu 2007 zahlen die Verbraucherinnen und Verbraucher bei mobilen Roaming-Diensten heute 80 bis 90 Prozent weniger. Ab Juni 2017 werden die Roaming-Gebühren bei grenzüberschreitender Mobilkommunikation innerhalb der EU vollständig entfallen und Anrufe, SMS sowie Daten-Downloads dann genauso viel kosten wie im eigenen Land.

Diese großen Vorteile bei Reisen innerhalb der EU sind für viele von uns inzwischen selbstverständlich geworden. Sie sind jedoch bedeutende Erfolge und greifbare Ergebnisse des europäischen Einigungswerks, die es uns ermöglichen, die landschaftliche und kulturelle Vielfalt Europas mühelos zu erfahren und über Landesgrenzen hinaus zu erleben.

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