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Europa zusammenhalten

24.06.2016 - Artikel

„Wir dürfen weder in Hysterie noch in Schockstarre verfallen“, kommentierte Außenminister Steinmeier den Ausgang des britischen EU-Referendums.

Steinmeier vor der Presse in Luxemburg (Archivbild)
Steinmeier vor der Presse in Luxemburg (Archivbild)© Thomas Köhler/photothek.net

„Wir dürfen weder in Hysterie noch in Schockstarre verfallen“, kommentierte Außenminister Steinmeier heute (24.06.) den Ausgang des britischen EU-Referendums. Vor dem Treffen der europäischen Außenminister in Luxemburg forderte Steinmeier, ein klares Signal zu senden, dass „wir einen Mitgliedstaat verlieren, aber daran arbeiten, Europa stark zu machen.“ Für morgen hat der Außenminister seine Amtskollegen aus Frankreich, den Niederlanden, Italien, Belgien und Luxemburg nach Berlin zu Gesprächen über die Zukunft Europas eingeladen.

Ein bitterer Tag für Europa

Vor Beginn des Rates für Allgemeine Angelegenheiten bedauerte Außenminister Steinmeier den Ausgang des britischen EU-Referendums: „Es gibt nichts schön zu reden, das ist ein bitterer Tag für Europa“, sagte Steinmeier kurz vor seinem Zusammentreffen mit den europäischen -Außenministern in Luxemburg. Bis zuletzt habe man gehofft, dass sich die Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens anders entscheiden würden. Das Ergebnis für den Abschied aus der Europäischen Union sei „knapp, aber klar“, stellte Steinmeier fest. „Das haben wir zunächst einmal zu respektieren.“

Mit Großbritannien geht mehr als nur ein Mitgliedstaat, sondern es gehen Geschichte, Tradition und Erfahrung eines Landes, das die Europäische Union über Jahrzehnte mit geprägt hat.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Luxemburg
Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Luxemburg© www.consilium.europa.eu

Europa zusammenhalten

Jetzt komme es darauf an, Europa zusammenzuhalten und zu zeigen, dass „wir die Kraft haben, diese Krise zu überwinden“, betonte Steinmeier. Er forderte, „weder in Hysterie noch in Schockstarre“ zu verfallen. Zwar gebe es noch nicht auf alle Fragen nach der Brexit-Entscheidung eine Antwort. Aber die Menschen wollten sehen, dass die Europäische Union in der Lage sei, Probleme wie die Flüchtlingskrise zu lösen und mehr für Beschäftigung und Wachstum zu tun. Auch seien gemeinsame Antworten der Europäischen Union zur veränderten Sicherheitslage nötig. „Deshalb müssen wir uns jetzt darauf konzentrieren, dass wir zu gemeinsamen europäischen Lösungen kommen“, forderte der Minister.

Steinmeier bekräftigte seine Hoffnung, „dass heute im Allgemeinen Rat das klare Signal an die Zukunft gehe, dass wir einen Mitgliedstaat verlieren, dass wir aber daran arbeiten, Europa stark zu machen.“ Für morgen hat Steinmeier seine Amtskollegen aus Frankreich, den Niederlanden, Italien, Belgien und Luxemburg zu Gesprächen nach Berlin eingeladen. Bei dem „Gründerstaatentreffen“ wird der Umgang mit dem Austritt Großbritanniens im Vordergrund stehen.

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