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Europa-Staatsminister Roth würdigt den "Internationalen Tag der Sinti und Roma"

08.04.2016 - Artikel

Die größte Minderheit Europas, die Roma, begegnen noch immer Anfeindungen und Rassismus. Europa-Staatsminister Michael Roth ruft am "Internationalen Tag der Sinti und Roma" (08.04.) auf, Stigmatisierung und Diskriminierung ein Ende zu setzen.

Am 8. April 1971 fand der erste Weltkongress der Sinti und Roma in London statt. Seitdem eint sie das Wort Roma, die Hymne "Gelem, gelem" sowie eine gemeinsame Flagge. Die Roma selbst haben damit dem abwertenden Begriff "Zigeuner" etwas entgegensetzen wollen. Doch nach wie vor sieht sich die größte Minderheit Europas Anfeindungen, Ausgrenzung und Rassismus ausgesetzt.

Platz der Sinti und Roma ist in der Mitte der Gesellschaft
"Platz der Sinti und Roma ist in der Mitte der Gesellschaft"© AA

"Der Stigmatisierung und Diskriminierung der Sinti und Roma muss endlich ein Ende gesetzt werden. Europa steht für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. Als wertegebundene Gemeinschaft haben wir uns dem Schutz von Minderheiten verschrieben. Sinti und Roma gehören in die Mitte unserer Gesellschaft, nicht an den Rand!", so Staatsminister Roth.

Im Auswärtigen Amt fand bereits im Dezember unter der Schirmherrschaft von Michael Roth eine Konferenz zur Überwindung des Antiziganismus statt. Diesem Anliegen hat das Außenministerium auch dadurch Ausdruck verliehen, dass die Aufgabe des Sonderbeauftragten für jüdische Organisationen, Botschafter Dr. Felix Klein, im Herbst vergangenen Jahres auch um internationale Belange der Sinti und Roma erweitert wurde.

Entschiedenes Engagement Deutschlands gegen Antiziganismus

"Deutschland stellt sich mit seiner Geschichte einer besonderen Verantwortung. Wir alle müssen solidarisch mit den Sinti und Roma aufstehen, wenn wir Zeugen von Antiziganismus werden. Hass und Vorurteile sind nach wie vor Ursache einer deprimierenden Lebenswirklichkeit vieler Sinti und Roma. Ich wünsche mir, dass sich in Europa niemand schämen muss, zu sagen, dass er Roma ist. Sie haben eine faire Chance auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde verdient", bekräftigte Roth.

Deutschland wird sich auch im Rahmen seiner OSZE-Präsidentschaft entschieden bei der Bekämpfung des Antiziganismus, des Antisemitismus und aller Formen von Rassismus engagieren.

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