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Lebendiger Dialog zwischen Deutschland und Italien

07.04.2016 - Artikel

Auf seiner Italienreise führte Europa-Staatsminister Roth Gespräche mit Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft. Dabei rief er auf zu geschlossenem und solidarischem Auftreten Europas. Zudem eröffnete er die Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna, deren Partnerland Deutschland in diesem Jahr ist.

Europa-Staatsminister Michael Roth reiste am 03.04. nach Italien. In Rom traf Roth mit Abgeordneten, Senatoren sowie Vertretern von Zivilgesellschaft und Kultur zusammen. Zusammen mit dem Thinktank "Das Progessive Zentrum" und dem "Istituto Affari Internazionali" diskutierte der deutsche Staatsminster mit zahlreichen Teilnehmern eines Town Hall Meetings. Zuvor hatte Roth in Bologna an der Universität zusammen mit seinem italienischen Amtskollegen Sandro Gozi über aktuelle europapolitsche Aufgaben gesprochen und die Internationale Kinder- und Jugendbuchmesse eröffnet.

Europa-Staatsminister Roth bei seiner Eröffnungsrede auf der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna.
Europa-Staatsminister Roth bei seiner Eröffnungsrede auf der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna.© AA

Als Vertreter des diesjährigen Partnerlandes der weltgrößten Kinderbuchmesse betonte Staatsminister Roth die sprachübergreifende Bedeutung von Kinderbüchern, die neben dem Text in der Vorstellungskraft von Kindern auch den Bildern zukommen: "Gerade die Illustrationen, die in der Regel unverändert bleiben, schaffen eine bildnerische Weltsprache, die überall auf der Welt verstanden wird. Nur so konnte etwa mein Lieblingsbuch "Karlsson vom Dach" ein echter Welterfolg werden – nicht nur in Schweden, sondern auch in Deutschland oder Russland."Damit fördere man die kindliche Neugier auf fremde Kulturen und andere Sichtweisen, etwas, was eine wichtige Grundlage für gegenseitiges Verstehen schaffe.

Rede von Europa-Staatsminister Michael Roth zur Eröffnung der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna (04.04.2016)

"Europa braucht europäische Lösungen"

Europa-Staatsminister Roth bei der Diskussion im Town Hall Meeting.
Europa-Staatsminister Roth bei der Diskussion im Town Hall Meeting.© Das Progressive Zentrum

Die Diskussionsveranstaltungen in Rom und Bologna standen ganz besonders im Zeichen des EU-Türkei Abkommens, das den Austausch von Flüchtlingen regelt. Roth bewertet dieses Abkommen als Fortschritt: "Uns sollte es vor allem um praktikable und funktionierende Lösungen gehen, bei denen die Rechte von Flüchtlingen ohne Wenn und Aber gewahrt bleiben. Das Abkommen ist nicht die beste aller Lösungen, aber es ist bei weitem besser als der Status quo. Nun müssen wir in der EU sicher stellen, dass alle Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen, auch fair und gerecht verteilt werden", so Staatsminister Roth. "Europa braucht keine nationalen, Europa braucht europäische Lösungen. Darin sind sich zumindest die Gründerstaaten Italien und Deutschland einig", mahnte Europa-Staatsminister Michael Roth geschlossenes und solidarisches Auftreten nicht nur in der Flüchtlingskrise an.

Bei Vertretern der LGBTI-Bewegung und Parlamentariern informierte sich Roth über den aktuellen Stand der Gesetzgebung über eine eingetragene Lebenspartnerschaft für homosexuelle Paare in Italien.

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