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Staatsminister Roth in Krakau und Auschwitz

02.08.2014 - Artikel

Europa-Staatsminister Michael Roth nahm am 2. August für die Bundesregierung an der Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70. Jahrestags der Auflösung des sogenannten „Zigeunerlagers“ in Auschwitz teil.

Gedenken in Auschwitz-Birkenau: Das sogenannte Zigeunerlager
Gedenken in Auschwitz-Birkenau: Das sogenannte „Zigeunerlager“© AA

Europa-Staatsminister Michael Roth nahm am 2. August für die Bundesregierung an der Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70. Jahrestags der Auflösung des sogenannten „Zigeunerlagers“ in Auschwitz teil.

Gedenken an ermordete Roma und Sinti

„Der versuchte Völkermord an den europäischen Roma und Sinti ist uns auch heute noch Mahnung, entschieden gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus vorzugehen. Das unermessliche Leid der Opfer durch das nationalsozialistische Terrorregime darf nie vergessen werden“, so Roth.

Roth bei seiner Rede in Auschwitz
Roth bei seiner Rede in Auschwitz© AA

Auch heute noch lebten zu viele Roma und Sinti ausgegrenzt am Rande der Gesellschaft, obwohl sie seit vielen Jahrhunderten zu Europa gehörten, betonte Roth. Hier bedürfe es noch weiterer gemeinsamer Kraftanstrengungen, um die Lebensssituation konkret und spürbar zu verbessern.

Die Ansprache des Staatsministers finden Sie hier.

Dem Schutz von Minderheiten verpflichtet

Am Vortag (01.08.) traf sich Staatsminister Roth mit Vertretern der jüdischen Gemeinde in Krakau und diskutierte mit Jugendlichen in der Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz über die europäische Minderheitenpolitik.

Staatsminister Roth mit Romani Rose, Zentralrat der Sinti und Roma, und Claudia Roth, Vizepräsidentin Bundestag
Staatsminister Roth mit Romani Rose, Zentralrat der Sinti und Roma, und Claudia Roth, Vizepräsidentin Bundestag© AA

„Die Europäische Union ist in erster Linie eine Wertegemeinschaft. ‎Der Freiheit, der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, vor allem aber auch dem Schutz von Minderheiten haben sich alle Mitgliedstaaten verpflichtet. Nur ein tolerantes und weltoffenes Europa hat eine gute Zukunft“, bekräftigte Roth.

Es reiche aber nicht, sich auf dem Papier zu bekennen, diese Werte müssen immer wieder im Alltag gelebt, erstritten und geschützt werden, unterstrich der Staatsminister. Hier seien alle Mitgliedstaaten gemeinsam in der Pflicht. Bei seinen Gesprächen betonte Roth, dass eine engagierte und europäisch ausgerichtete Jugendarbeit hierfür die beste Vorsorge sei, die man treffen könne.

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