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Die Zukunft heißt Europa: 10 Jahre Polen und Deutschland gemeinsam in der EU

14.05.2014 - Artikel

Bei seinem Besuch in Warschau kam Europa-Staatsminister Roth am 12. Mai mit seinem Amtskollegen Serafin und der ‎Staatssekretärin im polnischen Außenministerium zusammen.

Staatsminister Roth wird von seinem polnischen Amtskollegen Serafin begrüßt
Staatsminister Roth wird von seinem polnischen Amtskollegen Serafin begrüßt© AA

Europa-Staatsminister Michael Roth kam am 12. Mai in Warschau mit seinem Amtskollegen Piotr Serafin und der ‎Staatssekretärin im polnischen Außenministerium, Henryka Moscicka-Dendys, zusammen. Mit polnischen Studierenden sprach Roth über die aktuelle Lage in der Ukraine. Zudem besuchte er das Museum des Warschauer Aufstands und das Museum der Geschichte der polnischen Juden.

Der deutsche Staatsminister unterstrich die herausragende Bedeutung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit für die gesamte EU. Das zeige sich besonders in der aktuellen Krise, in der die EU mit einer Stimme spreche, so Roth:

Es gilt jetzt, eine weitere Eskalation der Gewalt in der Ukraine mit diplomatischen Mitteln zu verhindern. ‎Die ukrainischen Wahlen am 25. Mai müssen sichergestellt werden. Das schaffen wir nur, wenn die EU auch weiterhin an einem Strang zieht. Deshalb ist die deutsch-polnische Abstimmung entscheidend.

Gemeinsam für ein solidarisches Europa

Nicht nur Polen sei ein Gewinner der EU-Erweiterung, sondern auch Deutschland und die EU würden von der EU-Mitgliedschaft Polens profitieren. In seinem Vortrag bei einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung und des Instituts für öffentliche Angelegenheiten in Warschau erläuterte Roth außerdem, wie Polen und Deutschland gemeinsam an einem solidarischen Europa arbeiten können. Der Staatsminister bekräftigte:

Ob Energie oder sozialer Zusammenhalt: Das schafft heute kein Mitgliedstaat alleine. Deshalb ist die europäische‎ Zusammenarbeit die richtige Antwort auf die Globalisierung. Unsere Werteunion wirkt auf unsere Nachbarschaft ungemein attraktiv, aber wir müssen sie immer wieder aufs Neue vor Populisten schützen.

Beeindruckt zeigte sich Roth von der großen Zustimmung der polnischen Bevölkerung zur europäischen Einigung. Damit gehöre Polen zu den Motoren der Integration.

Besondere Verantwortung Deutschlands und Polens

Museum des Warschauer Aufstands: Eintrag ins Gästebuch
Museum des Warschauer Aufstands: Eintrag ins Gästebuch© AA

Im Museum des Warschauer Aufstand und dem Museum der Geschichte der polnischen Juden zollte der Staatsminister den Opfern der Nazi-Verbrechen in Polen seinen Respekt. Gerade angesichts der leidvollen Geschichte beider Länder, so Roth, freue er sich umso mehr über das Engagement gegen das Vergessen und für ein besseres Verständnis füreinander. Auch deshalb stünden Deutschland und Polen in ganz besonderer Verantwortung, Hand in Hand eine erneute Spaltung des Kontinents zu verhindern, betonte Roth zum Abschluss seines Warschau-Besuchs.

Weitere Informationen

Rede von Europa-Staatsminister Michael Roth in Warschau: "Die Zukunft heißt Europa. 10 Jahre Polen und Deutschland in der EU."

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