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Außenminister Steinmeier sagt "Nein zu Pegida"

06.01.2015 - Artikel

Gemeinsam mit vielen anderen Spitzenpolitikern bezieht der Außenminister Stellung für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland.

Eindruck von der #NoBaergida-Demonstration in Berlin
Eindruck von der #NoBaergida-Demonstration in Berlin© AA

Gemeinsam mit vielen anderen Spitzenpolitikern bezieht Außenminister Frank-Walter Steinmeier Stellung für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland - und schließt sich einer Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern an, die sich der islamfeindlichen "Pegida"-Bewegung entgegenstellen.

Es waren Zehntausende, die am Montagabend (05.01.) in mehreren deutschen Städten auf die Straße gingen: Von Berlin über Köln bis nach Münster zogen die Menschen unter dem gemeinsamen Motto #NoPegida durch die Innenstädte. Anlass waren angekündigte Demonstrationen von "Pegida"-Anhängern in Dresden und anderswo.

Gemeinsam mit vielen anderen Spitzenpolitikern und Prominenten hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier aus diesem Anlass in der Tageszeitung "BILD" Stellung für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland bezogen:

Pegida schadet nicht nur unserem Land, es wirft auch ein schlechtes Bild auf Deutschland im Ausland. Umso wichtiger ist es, dass wir ganz deutlich machen, dass diejenigen, die da auf einigen Straßen ihre Parolen rufen, eine kleine Minderheit mit einer lauten Stimme sind.

Der Außenminister fügt hinzu: "Wir Deutsche wissen, wie sehr wir vom Austausch mit Menschen aus anderen Kulturen profitieren. Wir haben davor keine Angst."

Eintreten für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland

Außenminister Steinmeier (Archiv)
Außenminister Steinmeier (Archiv)© photothek.net

Woche für Woche nimmt damit der Widerstand gegen die "Pegida"-Bewegung zu, die Mitte Oktober 2014 in Dresden ihren Anfang nahm. Die Gegenbewegung #NoPegida organisiert sich bundesweit: Bei den Demonstrationen am 5. Januar fanden bundesweit Proteste gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus statt. In Münster nahmen fast 10.000 Menschen an deinem Protestmarsch teil, in Stuttgart waren es nach Polizeiangaben 8.000, in Dresden und Berlin jeweils 5.000, in Hamburg und Marburg sind 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengekommen.

Und nicht nur Bürger und Politiker beziehen Stellung: So schaltete der Kölner Domprobst das Licht am berühmten Dom aus - auch die Rheinbrücken, öffentliche Gebäude und die Altstadt standen im Dunkeln. Ebenso in Berlin, wo die Beleuchtung am Brandenburger Tor ausgeschaltet war. Zudem üben auch die Kirchen Kritik an der islamfeindlichen Bewegung, die Ängste vor Überfremdung schürt: Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki, rief alle Christen dazu auf, der Stimmungsmache gegen Flüchtlinge entgegenzutreten. Ähnlich äußern sich Vertreter der evangelischen Kirchen.

Von #NoPegida bis zu #Tegida: Es geht bunt zu

Und nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Sozialen Netzwerken formiert sich der Widerstand: Unter dem Hashtag #NoPegida treten viele Menschen den fremdenfeindlichen Parolen entgegen. Übrigens: In der rheinischen Variante heißt das #NoKögida und in Berlin wird zur #NoBaergida aufgerufen. In Hamburg trafen sich die Gegendemonstranten unter dem Motto "Tegida" - also "Tolerante Europäer gegen die Idiotisierung des Abendlandes". Es geht bunt zu - und das ist auch gut so!

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