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Der Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft

16.05.2019 - Artikel

Dirk Wiese bekleidet seit April 2018 das Amt des Koordinators.

Dirk Wiese, Koordinator für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft
Dirk Wiese, Koordinator für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft© Bundestag

Deutschland unterhält mit Russland, den fünf zentralasiatischen Republiken, mit der Ukraine, den drei südkaukasischen Republiken und mit Moldau und Belarus intensive Beziehungen. Es unterstützt die stabile und gedeihliche Entwicklung  dieser Länder und Regionen im Rahmen von bilateralen Beziehungen und gemeinsam mit seinen europäischen Partnern.

Die Europäische Union verfügt über zwei eigene Formen der Zusammenarbeit mit östlichen Nachbarn: die Östliche Partnerschaft – sie umfasst die Ukraine, Moldau, Georgien, Belarus, Armenien und Aserbaidschan – und die Partnerschaft für die Zukunft mit den Ländern Zentralasiens. Beide haben das Ziel, in den Partnerländern Stabilität sowie Entwicklung und Ausbau von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und freier Marktwirtschaft zu unterstützen.

Brücken bauen und festigen

Nicht immer aber ist die Zusammenarbeit in Europas östlicher Nachbarschaft problemlos. Einige Länder erleben innere Konflikte oder Spannungen mit Nachbarn. Russland hat mit der Annexion der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen. Deutschland setzt sich für die territoriale Integrität der Ukraine ein und erkennt die Annexion der Krim durch Russland nicht an.

In politisch oft herausfordernden Zeiten verfolgt der Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft das Ziel, Brücken zu bauen und zu festigen. In Deutschland und auf seinen Reisen in die Partnerländer sucht er den Kontakt und die Begegnung mit Vertretern von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und insbesondere der Zivilgesellschaft. Seine Aufmerksamkeit gilt der gesamten Region zwischen Belarus und dem Beringmeer und von der Arktis bis in die zentralasiatischen Steppen und Hochgebirge.

Der Koordinator setzt auf den Dialog, damit Vorurteile nicht entstehen oder sich verfestigen. Er bringt Menschen aus Deutschland und der östlichen EU-Nachbarschaft zusammen. Er wirbt für Kooperation, damit Vertrauen zwischen Gesellschaften bleibt und wächst. Er zählt auf die Kraft der Zivilgesellschaften.

Dirk Wiese berichtet über seine Arbeit:

Deutschland pflegt intensive politische Beziehungen mit allen Ländern in der östlichen Nachbarschaft der Europäischen Union. Aber erst Begegnungen zwischen Menschen und Zusammenarbeit zwischen Gesellschaften füllen diese Beziehungen mit Leben.

Die Wortgewalt von jungen deutsch-russischen Demo-Slammern, das Engagement von kasachischen Vertretern der Zivilgesellschaft oder die Erinnerungsarbeit von Historikern in der Ukraine sind faszinierende Beispiele zwischengesellschaftlicher Zusammenarbeit, die ich im Amt des Koordinators kennen lernen und begleiten konnte.

In Situationen, die politisch besonders herausfordernd sind, kann gesellschaftlicher Dialog Vertrauen und Verständnis erhalten und fördern. Das gilt derzeit besonders für das deutsch-russische Verhältnis. Deutschland vertritt hier politisch klare Positionen, zugleich begegnen Menschen aus Deutschland und Russland heute glücklicherweise millionenfach einander. Es ist wichtiger denn je, diesen Austausch zwischen Gesellschaften zu intensivieren.

Beim deutsch-russischen Diskussionsforum Petersburger Dialog engagiere ich mich als Koordinator der Arbeitsgruppe Zivilgesellschaft besonders dafür, die Bedingungen für Begegnungen und zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit weiter zu verbessern – gerade für die jüngere Generation von Deutschen und Russen. Sie sollen über Grenzen hinweg leicht miteinander in Kontakt kommen können und es bleiben.

Hier finden Sie den Lebenslauf.

Weitere Informationen

Den Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft erreichen Sie telefonisch, per Fax, E-Mail oder Post:

  • Tel: 030-5000-7306
  • Fax: 030-5000-57306
  • E-Mail: Buero-Dirk-Wiese@auswaertiges-amt.de
  • Postadresse: Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft, Auswärtiges Amt, 11013 Berlin

Mit der Östlichen Partnerschaft wurden die Beziehungen der EU zu ihren direkten Nachbarn vor zehn Jahren auf eine neue Grundlage gestellt und in allen Bereichen ausgebaut.

Östliche Partnerschaft der EU

Zentralasien rückt zunehmend in den Fokus internationaler Politik. Auch die EU hat ein ausgeprägtes Interesse an einer vertieften Partnerschaft mit den zentralasiatischen Staaten. Die 2007 verabschiedete Strategie „EU und Zentralasien – eine Partnerschaft für die Zukunft“ bildet die Grundlage für das Engagement der EU und damit auch der Bundesregierung in dieser Region.

Zentralasienstrategie

Reise- und Sicherheitshinweise und Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen.  Außerdem: Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Russische Föderation

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